Dirty Projectors - Dirty Projectors






















In meinen nunmehr zehn Jahren bei PvG kam mir nur selten die Ehre zuteil, ein neues Musik-Label zuzufügen. Eben wäre es fast wieder so weit gewesen, dann habe ich "R'n'B" aber doch gefunden. Es hätte mich auch gewundert, wenn gerade ich diesbezüglich den Vorreiter hätte geben müssen. 

David Longstreth ist der Mastermind hinter Dirty Projectors. Ein paar Jahre war Amber Coffman musikalisch und auch privat an seiner Seite. In dieser Zeit entstanden erfolgreiche und von den Kritikern gelobte Alben wie "Bite Orca" und "Swing lo Magellan". Nach der Trennung von Coffman half Longstreth anderen Künstlern (z. B. Solange Knowles und Joanna Newsom) bei der Erfüllung ihrer musikalischen Projekte, bevor er sich wieder seinem eigenen Projekt zuwandte. Dank Rick Rubins Fürsprache behielt Longstreth trotz aller Trennungsschmerze den Bandnamen für das siebte Album und der Albumtitel wurde dieser gleich auch. Musikalisch wandelte sich Longstreth allerdings. Statt Indierock-Elementen verwurstet er nun R 'n' B-Elemente. Das klingt weiter ähnlich zerhackt wie die Musik auf den Vorgängeralben, aber der Zugang fällt mir einen Tick schwer. 

Mir fehlt der Indierock auf "Dirty projectors", aber ich anerkenne die Kreativität Longstreths. Meine Empfehlungen sind "Keep your name", "Up in Hudson", "Winner take nothing" und "Cool your heart".

Das Video zu "Cool your heart":


Und das zu "Little bubble":


Der Record Collector meint:
The first thing you notice is the lack of guitars. The next thing is the filtered baritone. After that the rapping, the chipmunk samples, the crisp R&B, the absence of three-part female harmonies and then… Then the deep, almost unbearable heartache as Keep Your Name – the opener on this self-titled album – slow jamz its way through the dissolution of a relationship: possibly a marriage, possibly a band if the quoting of Kiss’ Gene Simmons is to be believed, most definitely something heartfelt, heartless and true. “I didn’t know why you abandoned me/ You were my soul and my partner…”