Wie ungewöhnlich, da hatten doch zwei meiner liebsten deutschen Bands die gleiche Idee und veröffentlichen deren Umsetzung im Abstand von nur wenigen Tagen.
Kommen wir nach The Notwist zu M. Walking On The Water. Die 1985 gegründete Band veröffentlichte 2021 „Lov“, 10 Jahre nach „Flowers For The Departed“, ein neues Album. Jetzt können sich Fans des Quintetts freuen, dass die Wartezeit auf neue Musik der M.s deutlich kürzer ausgefallen ist. Einerseits vervollständigt „e“ seinen Vorgänger „Lov“ und führt auch die tierische schwarz-weiß Cover-Serie fort (begonnen 2018 mit der akustisch gehaltenen „Dogma 18“ Kompilation). Andererseits ist es das exakte Gegenstück zum Vorgänger, denn dieser war während der COVID 19 Pandemie auf Distanz entstanden, so dass sich die Band entschied, das Album zusammen live im Studio aufzunehmen. Dabei gingen Markus Maria Jansen (Gesang, Gitarre), Mike Pelzer (Gesang, Akkordeon, Keyboards), Axel Ruhland (Violine), Konrad Mathieu (Bass) und Martell Beigang (Schlagzeug) aber noch einen Schritt weiter als The Notwist: Sie luden am 22. und 23. Mai 2025 Publikum zu sich ins Krefelder Studio K22 ein, um das Album einzuspielen und das Live-Gefühl noch unmittelbarer festzuhalten. Eine Idee, die sicherlich auch im Zusammenhang mit dem 40. Bandjubiläum zusammenhing, dass Jansen, Pelzer & Co. eine (musikalische) Kneipentour ihrer Anfangstage durchs Ruhrgebiet wiederholten.
Sehen und hören kann man den Aufnahmevorgang hier bei „Cosmic Weirdos“, dem Song des Albums, der sich am schnellsten in den Gehörgängen festsetzt:
Weitere Anspielttipps aus dem Album sind „Silent War“, das mit einer leichtfüßigen Piano-melodie besticht, oder der schunkelnde und an das Debütalbum erinnernde Folk-Rocker „Five Minutes Paradise“ oder …
Erwähnen muss ich auch noch die auf 300 Exemplare (ich habe #73) limitierte LP-Auflage (clear Vinyl), die in einer zum Artwork passenden grauen Fellhülle steckt, für die aber kein Esel oder anderes Tier leiden musste:


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