Entertainment For The Braindead - Roadkill

















Mit Freude habe ich heute entdeckt, dass es eine neue Veröffentlichung von Entertainment For The Braindead gibt. Kurz habe ich dann überlegt, Julia um einen Beitrag für die Reihe „Platten vor Gericht fragt - du antwortest“ zu bitten, aber da sie selbst von sich sagt „pretty bad with communication“ zu sein, folgt nun eine herkömmliche Vorstellung.





Bei der ersten Auseinandersetzung mit „Roadkill“ wird man leider gleich zweifach negativ überrascht.
Zum ersten Mal, wenn man vorher liest, dass die Platte aus Liebe zu einem neuen Instrument entstanden ist: Dem Banjo, dem klassischen Bluegrass-Instrument, das vielleicht einen Travis Song tragen kann oder im Verlauf eines Sufjan Stevens Album auch mehrmals zu ertragen ist - aber als zentrales Moment auf jedem Song eines Albums?
Nachdem man „Roadkill“ dann gehört hat, stellen sich alle diese Befürchtungen als unbegründet heraus. Die Songs sind tatsächlich nur auf Julias Stimme und das Banjo reduziert, aber schöne Melodien, ihr sirenenhafter, oftmals geloopter Gesang, die vielfältigen Variationen im Einsatz des Banjos und der dezente Einsatz von Tamburin und Handclaps in rhythmusorientierteren Songs wie „Pirates“ oder "Roadkill" bescheren nicht nur ein kurzweiliges Hörvergnügen, sondern auch eine Bereicherung des EFTB-Soundkosmos.





Zum zweiten Mal wird man negativ überrascht, wenn man „Roadkill“, das erneut über aaahh-records als freier Download zu beziehen ist, bestellen möchte, und feststellen muss, dass Julia derzeit aufgrund der hohen Nachfrage bzw. langen Warteliste keine weiteren Vorbestellungen entgegen nimmt. Denn schließlich werden alle CDs von ihr manuell produziert und gestaltet.
Schön für sie, schlecht für uns.

Eigentlich tauchen hinter dem Titel „Roadkill“ noch die beiden Buchstaben E und P auf, was bei 10 Titeln und einer Spielzeit von 36 Minuten eigentlich gar nicht sein müsste.
Hier noch ein Ausschnitt der Presseinformation mit besonderem Hinweis auf den 2. Absatz:

Über den Winter ist so eine kleine Sammlung an folkigen Songs entstanden, alle bestehend aus Stimme und Banjo. Die Melodien sind gewachsen und gereift, wie immer in den heimischen vier Wänden der Kölnerin. Das musikalische Ergebnis ist die brandneue EP „Roadkill“, die mit 10 Songs eigentlich auf Albumlänge gewachsen ist und kleine Geschichten von Freundschaft und Verlusten, von Reiselust und Heimweh erzählt. Wir von aaahh- records sind mehr als glücklich an dem neuen Geniestreich der Ein-Frau-Kreativfabrik Entertainment For The Braindead teilhaben zu können und „Roadkill“ bei uns zu veröffentlichen!

„Roadkill“ ist die dritte Entertainment for the Braindead- Release bei aaahh-records und wie immer bieten wir euch einen freien Download des Albums. Dank der Creative Common-Lizenz ist zudem jeder berechtigt, die Songs zu verteilen und zu bearbeiten (remixen). Die entsprechenden Tonspuren werden bald folgen.
Wir möchten weiterhin dazu animieren den Musikern finanziell unter die Arme zu greifen, denn so gerne wie Entertainment for the Braindead und Co. ihr kreatives Gut frei zur Verfügung stellt, so essentiell sind Spenden (Spendenmöglichkeit direkt an die Künstler ist auf unserer Homepage zu finden), mit denen eine diverse und vielfältige Musikkultur erhalten werden kann.
Darüber hinaus kann jeder natürlich auch wieder einen wunderschönen Tonträger anfordern!

Kommentare:

E. hat gesagt…

7

Dirk hat gesagt…

Schön wie immer.

7 Punkte