The Radio Dept. - Clinging To A Scheme

















Platten vor Gericht fragt - du antwortest (IX)
Heute mit: Burgbesitzer Ingo


Ingo, kannst du uns kurz etwas über die Band erzählen?

The Radio Dept. wurde bereits 1995 in Lund (Schweden) gegründet. Das erste Album erschien allerdings erst 2003, weil die Band noch einige Zu- und Abgänge verkraften und über den Beilage-Sampler einer Musikzeitschrift die Aufmerksamkeit des geschäftigen Labels Labrador erregen musste. Bei „Clinging To A Scheme“ handelt es sich um das dritte Album der Band.


Gibt es auch eine Geschichte hinter dem ungewöhnlichen Bandnamen?

Eine Tankstelle mit Radioreparaturservice namens "Radioavdelningen" inspirierte die beiden Gründer Elin Almered und Johan Duncanson dazu, die international verständlichere Version des Namens als Bandnamen zu wählen.


Sofia Coppola, die Songs der Band mit auf den Soundtrack zu ihrem Film „Marie Antoinette“ nahm, und Labrador Records, die Radio Dept. die Ehre der 100. Veröffentlichung zukommen ließen, sind Fans der Band. Wodurch kann „Clinging To A Scheme“ weitere hinzu gewinnen?

Durch die Fähigkeit, Shoegaze-Andächtigkeit und Dreampop-Langweile mit Rhythmus, Melodien und verständlichem Gesang zu verbinden. Da fällt es erfreulich schwer, die eigenen Füße anzustarren, da sich diese zumindest ein wenig bewegen sollten. Auf der Website der Band werden vielfältige musikalische Einflüsse genannt, darunter Charles Aznavour, Broadcast, Nick Drake, The Field Mice, The Go-Betweens, Joy Division, Kraftwerk, Neu!, Orange Juice, Pet Shop Boys und St. Etienne. Die Songs auf „Clinging To A Scheme“ sind in diesen Grenzen vielseitig, aber doch aus einem Guss. So hat die Band ein unaufgeregt entspanntes Album produziert, welches durchaus einige Hörer erfreuen könnte.


Welche 3 Songs von The Radio Dept. sollten in einer gerechten Welt im Radio auf Dauerrotation laufen?

Bezüglich des Radioprogramms habe ich die Hoffnung auf eine gerechte Welt aufgegeben. Vielleicht sollten wir daher alle Radios in den "Radioavdelningen" zur Verschrottung bringen. „Never follow suit“, „David“ und „Heaven’s on fire“ wären in einer gerechten Radiowelt durchaus akzeptable und gefällige Unterhaltung.


Eigentlich hätte „Clinging To A Scheme“ bereits Ende 2008 erscheinen sollen, doch dann verzögerte sich alles, der Releasetermin wurde immer wieder verschoben und die Singles „Freddie and the Trojan Horse“ (2008) und „David“ (2009) wurden dazwischen geschoben. Hat sich für dich persönlich das Warten gelohnt?

Die Flut an anderen Musikveröffentlichungen hat mich nicht auf „Clinging To A Scheme“ warten lassen. Das Album erscheint mir zeitlos, so dass es egal ist, ob es 2008, 2010 oder 2012 erschienen wäre.





Heaven’s On Fire

Although it is not the album that will propel The Radio Dept. beyond their niche, Clinging to a Scheme is another enjoyable release from these electronic favorites. It has gems for both fans of infectious dance-pop and atmospherically-guided pieces of brilliance. The lack of energy on efforts like “Video Dept.” and the over-emphasis on infectiousness on a number of tracks is what prevents this album from being a stroke of genius though. The problem is, they are either infusing hip-hop beats without enough charisma or atmospheric tracks without enough initial presence. Optimistically though, this sounds fairly treatable considering the brilliant songcraft is still there. The Radio Dept. just need to be more consistent the next time around.
(obscuresound.com)






David

Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Gleiche Wertung wie die ähnlich gelagerten Monster Movie:

7 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

7,5 Punkte