• Selig – Und endlich unendlich

    cover


    Wenn Volker schon mit “Deutschland” Dirks Serie bereichert, lege ich noch einmal “Deutschland” nach:


    Deutsche Rockmusik ist leider oftmals peinlich. Trotzdem gibt es ab und zu Lichtblicke. Selig schafften in den 90er Jahren fast zwei gute Alben, bis sie sich mit “Blender” den Abschied im Jahr 1999 verdienten. Eine Lücke blieb und daher ist Seligs Comeback willkommen.


    Das neue Album “Und endlich unendlich” soll von einer gemeinsamen Zeit der Bandmitglieder künden. Erfahrungsgemäß hängt dies bei solchen Comebacks stark vom kommerziellen Erfolg ab. Bei dieser Platte bin ich gespannt, ob sich dieser einstellen wird. Ich wünsche es der Band, gibt es ansonsten doch wesentlich mehr schlechtere als bessere deutsche Musik in den Charts.


    Sowohl mit der Musik als auch mit den Texten wandelt die Band auf sicherem Terrain: Der unweigerliche Reifeprozess der Band lässt die Musik etwas gebügelter erscheinen und auch den Texten merkt man eine Entwicklung an:


    Mit weniger zornigen als viel mehr kritischen Texte entfernen sich Selig von der Resignation zum Realismus. Dennoch besitzen die zwölf Songs des Albums weiterhin diese angenehme Schwere, der man sich, in Verbindung mit Jan Plewkas Gesang, nicht entziehen kann. www.whiskey-soda.de


    Viele gefällige Refrains erlauben einen lockeren Einstieg in das Album und keine offensichtlichen Ausfälle sorgen dafür, dass man es sich ohne Probleme mehrere Durchläufe anhören kann. Und es bleibt sogar etwas hängen.


    So stark Plewkas Stimme immer noch ist (etwa in der Ballade "Ich Fall In Deine Arme"), ist es doch vor allem Christian Neanders Gitarre, die diesmal im Ohr bleibt. Was er im mächtigen "Ich Dachte Schon" aus seinem Instrument rausholt, ist beeindruckend, seine Bewunderung für John Frusciante des Öfteren hörbar. Selig können's also tatsächlich noch. www.laut.de


    Das Video zu “Schau schau” kann man sich anschauen und die Website der Band lässt über einen schicken Albumplayer Snippets der neuen Songs als Stream in die Weiten des Internets.


    Natürlich lädt die Band im Rahmen der Wiedervereinigung auch zu Konzerten:
    25.03.2009 A - Wien - Arena
    26.03.2009 CH - Zürich - Rohstofflager
    19.09.2009 Stuttgart - Longhorn (LKA)
    20.09.2009 Mannheim - Capitol
    21.09.2009 Bielefeld - Ringlokschuppen
    23.09.2009 Leipzig - Haus Auensee
    24.09.2009 Hannover - Capitol
    26.09.2009 München - Tonhalle
    27.09.2009 Nürnberg - Hirsch
    28.09.2009 Wiesbaden - Schlachthof
    30.09.2009 Köln - E-Werk
    01.10.2009 Bremen - Aladin
    04.10.2009 Hamburg - Docks

  • 2 Kommentare:

    Dirk hat gesagt…

    Dann hebe ich mir meinen "Deutschland-Beitrag" noch ein wenig auf...

    Ingo hat gesagt…

    Erfreulich. 7 Punkte

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)