• Kissogram - Rubber & Meat




    7 Tage - 7 Platten - 7 Länder: Deutschland

    Das schönste Geburtstagsgeschenk erhielt ich vor zwei Wochen von Noel Gallagher: „The Dreams We Have As Children“ heißt sein erstes Soloalbum, das für den Teenage Cancer Trust vor 2 Jahren in der Royal Albert Hall, London aufgenommen und auf weitere dort stattfindende wohltätige Veranstaltungen hinweisen soll. Es beinhaltet 11 Stücke von Oasis, angefangen bei Klassikern (wie „Wonderwall“ oder „Don’t Look Back in Anger“) über Album-Tracks („Slide Away“) und Single-B-Seiten („Talk Tonight“, „Half The World Away“) bis hin zu Raritäten („Sad Song“) und 3 Coverversionen, nämlich „There Is A Light That Never Goes Out“ (The Smiths), „All You Need Is Love“ (The Beatles) und „The Butterfly Collector“ (The Jam), letztere zusammen mit Paul Weller aufgenommen. Das Album lag der Sunday Times bei und 5 weitere Titel konnten über iTunes heruntergeladen werden.
    Endlich keine Bootlegs in miserabler Soundqualität mehr hören müssen, um Akustik-Versionen von Oasis hören zu können. Danke, Noel!

    Ein weiteres tolles Geschenk bereiteten mir Franz Ferdinand, die extra für mich nach Köln kamen, um ein Konzert zu spielen. Ein paar andere Leute durften aber auch ins Palladium, einer davon war Christoph, der über einen schönen Konzertabend hier berichtet.

    Als wäre das noch nicht genug gewesen, trat eine mir bis dato unbekannte deutsche Band im Vorprogramm auf und wusste größtenteils zu gefallen: Kissogram, eine seit 1999 bestehende Berliner Band - Jonas Poppe (Vocals, Synthesizers, Guitar, Beats/Programming), Sebastian Dassé (Synthesizers, Piano, Beats/Programming) und neuerdings Joe Dilworth (Drums).
    Selten passte ein Support so gut zur Hauptband wie Kissogram zu Franz Ferdinand. Ihre Musik lässt sich gut als Mischung aus New Wave, Disco und Rock beschreiben, denn elektronische Beats und Sounds verschmelzen mit Gitarren und einen ans Sprechen grenzenden Gesang, als würden Franz Ferdinand, Suicide, Velvet Underground und Phillip Boa zum Tanze bitten.


    (...) hält das Berliner Duo an alten Stärken - der musikalisch wie stimmlichen Düsternis, die selbst über den glitzerndsten Tanzflächenknallern lauert, genauso wie den ebenso überraschenden wie klugen Texten - fest. Doch das hält Jonas und Sebastian nicht davon ab, zu absoluter Hochform aufzulaufen, die selbst die Vorgänger in den Schatten stellt. Vollkommen selbstbewusst und ohne die sonst immer mal wieder affektiert wirkende Pose reihen sie hier mit "The Deserter", "Tonight I'll Go Alone" oder auch dem Titelsong eine Wahnsinnsnummer an die nächste. Hype-hype-hurra!
    (motor.de)

    Wie sehr sich Kissogram um den eigenen Stil krümmen, das zeigt sich in derart gelungenen Stücken wie "Rubber & meat", "Backseat of my mind" oder "Lucy". Die Beats sind bissig, die Synthies umgeben sich mit einer fleischigen Soundhülle und hüpfen schön flummimäßig durchs Hüftjacken-Wunderland. Die Gitarren warten allüberall, übernehmen mal für Acid-Pianos den Disco-Takt, schrubbeln sich aber auch zu waschechten Soli hoch. Da ist eindeutig Leben in der Bude.
    (plattentests.de)


    Die guten Titel wurden gerade bereits aufgezählt. Als Ausfälle sind leider „Bucharest“ mit seinen osteuropäischen Samples und seinem orientalische Disco-Einschlag und das fürchterliche „Grass Grass Grass“ mit seinem Gaga-NDW Text (hier müsste ich eigentlich zum zweiten Mal diese Woche Stefan Remmler negativ erwähnen) zu vermelden. Insgesamt gesehen betrachtet hat das Album seine Stärken in der ersten Hälfte und plätschert danach doch ziemlich dahin.
    „Rubber & Meat“ ist das dritte Album von Kissogram, wurde von Pelle Gunnerfeldt (The Hives, The (International) Noise Conspiracy) gemixt und von Louisville-Records (Maximilia Hecker, Naked Lunch u.a.) veröffentlicht.

    Kostprobe hören: „Rubber & Meat“ MP3

    Dem vollständigen Album lauschen: Last.fm

    Zu Konzerten gehen:
    12.05.09 Köln, Gebäude 9
    15.05.09 Leipzig, Werk 2
    19.05.09 Berlin, Lido
  • 1 Kommentare:

    Dirk hat gesagt…

    Puh, jetzt habe ich gerade mal die Bewertungen für die Monate Januar bis März abgehakt, das wird eng dieses Jahr...

    Keine weiteren Erkenntnisse seit der Vorstellung, daher:

    6 Punkte

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)