• Tori Amos – American Doll Posse













    1994 gab es einige gute Alben. In dem Jahr erschienen auch „The downward spiral“ von den Nine Inch Nails und „Under the pink“ von Tori Amos. Auf letzterem war „Past the mission“ enthalten, ein Duett von Tori Amos und Trent Reznor. Eine weitere Gemeinsamkeit dieser Künstler liegt in der Tatsache, dass ich seit diesem Jahr alle Werke der beiden verfolgt habe und ständig latent enttäuscht wurde. Ein durchweg gutes Album bekamen beide seit 1994 m. E. nicht zu Stande. Die Nine Inch Nails haben das nun wieder geschafft. Bei Tori bin ich mir noch nicht sicher, die 23 Songs und somit knapp 80 Minuten möchten erst einmal verdaut werden. Auf jeden Fall rockt sie endlich mal wieder.

    Sage und schreibe fünf Persönlichkeiten benötigt Tori Amos, um ihr Output in diesem Werk zu kanalisieren: Pip, Santa, Isabel, Clyde und Tori. Entsprechend vielseitig gestaltet sich auch das Hörerlebnis. Ich bin gespannt, wie sie diese fünf Persönlichkeiten bei der aktuellen Tour auf einer Bühne versammelt.

    Inspiriert durch die griechische Mythologie teilen die fünf Figuren die 23 Songs des Albums entsprechend ihrer Charaktere auf: Fotografin Isabel entspricht Artemis und vertritt die kompromisslosen politischen Standpunkte wie im eindeutig adressierten «Yo George». Clyde (Persephone) ist der sensibelste Charakter, sie singt eher feinfühlige Balladen wie «Girls Disappearing». Pip (Athene) und Santa (Aphrodite) repräsentieren weibliches Selbstbewusstsein und Sinnlichkeit, die sich in bissigen Rockern wie «Teenage Hustling» oder «You Can Bring Your Dog» entladen.
    www.musiknews.de

    Wählt bitte nun Euren Liebling, genug Auswahl gibt es ja!

    Toris Website

    Myspace

    "Big wheel" Video

  • 6 Kommentare:

    Ingo hat gesagt…

    Auf der Platte schafft Tori es so ziemlich alles zu vereinen, was sie vorher produziert hat. Wie gut ich das finde weiß ich aber noch nicht...

    Dirk hat gesagt…

    Ich finde die Alben von Tori Amos nicht mehr wirklich berauschend, seitdem sie diese seltsamen Konzepte verfolgt: Bei "From the Choirgirl Hotel" (1998) ging es ja noch, dann kam aber diese seltsame Studio/Live Doppel-CD "To Venus And Back", das Cover-Album "Strange Little Girls" (Tori griff hier schon mal tief in die Kostümkiste, was eigentlich nichts Gutes für das neue Album verheißen will), diese obskure vertonte Reise durch die USA ("Scarlet's Walk") und abschließend "The Beekeeper", in dem die Songs irgendwelchen Gärten zugeornet waren...

    Manchmal würde ich mir wünschen, jemand würde Tori diesen "Überbau" ausreden und ein Drittel der Songs (12 bis 14 sind doch wirklich mehr als genug, oder?) streichen oder auf B-Seiten verbannen.

    Nicht, dass ich hier wieder falsch verstanden werde: Natürlich habe ich das Album in der schicken lim. Version gekauft (und freue mich auf das Hören, auch wenn ich mich noch nicht getraut habe!) und halte auch immer diese unglaubliche Plastik-Piano-6CD-Box in den Händen...

    Ingo hat gesagt…

    Eigentlich müssen wir dankbar sein, dass "American doll posse" nicht die Spielzeit von "A piano" erreicht. Dieses steht so schön auf dem Schrank, dass ich selten wage reinzuhören... Zu dem neuen Album: Wäre Dein Wunsch nach einem komprimierten Album erhört worden, wäre es wohl erstklassig, ich habe schon einige Ohrwürmer entdeckt. Aber wie ich das Gesamtwerk verstehen oder gar bewerten soll... Tori, warum quälst Du uns so? ;-)

    Ingo hat gesagt…

    ... und das mit dem "sich nicht trauen etwas anzuhören, weil die Vorfreude und Erwartungen eh kaum erfüllt werden können" kenne ich. Ich sehe am 23.5. The Editors. Auch da werde ich dann wohl vor der Halle stehen und mich nicht trauen tatsächlich einzutreten... ;-)

    Ingo hat gesagt…

    Das Album ist lang, aber nie langweilig. Die rockigen Songs machen Spaß und mit „Father’s son“ liefert sie einen tollen Treffer im Bereich der ruhigeren Töne. Es sind definitiv genug tolle Songs auf diesem Album, um daraus ein Extrakt zu machen, welches m. E. die 10 Punkte verdient. Darf man Punkte abziehen, weil das Album einfach ein wenig zu viel bietet? Keine Ahnung, aber ich mache es und lande bei 9 Punkten. Für eine echte Favoritin unter den 5 Figuren kann ich mich nicht entscheiden. Aber mit „Big wheel“ und „Father’s son“ liegt Tori schon nicht schlecht, Clyde hält mit „Bouncing off clouds stark dagegen“. Dieses Album leitet den Hörer durch alle Stimmungen… mehrfach.

    Dirk hat gesagt…

    23 Songs sind einfach zu viel. Gerade aus der letzten Hälfte setzt sich bei mir einfach nichts fest. Das von Ingo erwähnte "Bouncing off the clouds" ist derzeit mein Lieblingssond. Das Album ist deutlich besser als die Vorgänger, aber über 7 Punkte bin ich noch nicht hinaus.

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