• The National - Boxer












    Obwohl es sich bei “Boxer” schon um das vierte Album des New Yorker Quintetts handelt, bin ich erst durch das aktuelle Werk auf sie aufmerksam geworden. Vergleiche mit Tom Waits, The Editors, Deine Lakaien (!) und den Tindersticks schwirren mir durch den Kopf.

    Besser informierte Hörer werden das vorangegangene Album „Alligator“ inklusive der Hits „All the wine“ und „Mr. November“ kennen und auch über die Verbindung zu Clap Your Hands Say Yeah über The National gestolpert sein.

    Entspannter als Interpol und abgeklärter als die Editors mögen sie auf "Boxer" vordergründig vielleicht nicht ganz so hymnisch wie beim Vorgänger "Alligator" daher kommen, im dunklen Herzen ihrer melancholischen Stücke lodert aber immer noch ein Feuer, welches von einer manischen Energie gespeist wird, wie sie nur durch die Elektrizität einer Metropole entstehen kann. Die dreizehn (!!!) Monate Arbeit, die in diesem Album stecken haben sich jedenfalls ausgezahlt, den treibenderen Tracks wie "Apartement Story" oder "Mistaken For Strangers" werden immer wieder ruhigere, atmosphärischere ("Green Gloves", "Gospel") gegenüber gestellt, die diese aber keinesfalls stören, sondern sehr effektiv ergänzen. Beide Elemente zusammen bilden eine große Einheit, die man nur durch wiederholtes, intensives Zuhören greifen kann. Die Produktion oszilliert dabei geschmackvoll zwischen kammermusikalischem Pop und zerrendem Post-Punk.
    http://whiskey-soda.de

    Ich bin gespannt, ob mit diesem Album der Durchbruch gelingt. Entscheidet selbst, ob dieser verdient wäre.

    Here's a lot to suggest that these guys will spend the upcoming months jockeying for position in year-end Top Tens and being the latest crush amongst indie-leaning Hollywood celebrities, a potentially worrying development for a band that seems to derive power from a "best kept secret" status. But if 2007 ends up being the year the National finally achieve real triumph, there's no reason to root against it. After a stunning achievement like Boxer, no band deserves it more.
    http://www.stylusmagazine.com

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  • 7 Kommentare:

    Volker hat gesagt…

    Gut, dass ich nicht erst deine Vergleiche gelesen habe...
    Habe The NAtional mit "Alligator" kennengelernt und "Secret Meeting" wird eins meiner ewigen Lieblingslieder bleiben.
    An das neue Album hab ich mich noch nicht so richtig rangetraut, obwohl die LP seit ner Woche hier steht. Die Platten auf die man sich am meisten freut, enttäuschen ja dann doch ein ums andre Mal. Allerdings ist der Einstiegssong schon wieder ein Knaller, ich hab also Hoffnung

    Dirk hat gesagt…

    Volker wollte schreiben:
    "(...) Habe The National mit "Alligator" über Dirk kennengelernt (Vielen Dank, Dirk!) und..."
    ;-)

    Ingo hat gesagt…

    Die Vergleiche beziehen sich vornehmlich auf den Gesang... ;-)

    Volker hat gesagt…

    wieder sehr sehr schöne Platte, die allerdings "Alligator" meiner Meinung nach nicht erreicht. Was mich am meisten stört: Kurz und Knackig schön und gut, das mag ja all den Libertines-Klonen gut zu Gesicht stehen, aber The National hätten, wie ich finde, das ein oder andre Lied etwas mehr ausarbeiten können, vieles find ich wirkt vor allem auf der ersten Seite nur angedacht. Da erwart ich nen gewissen Spannungsbogen und schon ist das Lied wieder vorbei. Da die ein oder andre Minute mehr, und es hätte ein Meisterwerk werden können. So ist es "nur" ein sehr gutes
    8 Punkte

    Dirk hat gesagt…

    Das ist schon wieder toll geworden, keine Frage.

    8,5 Punkte

    oliver r. hat gesagt…

    Um auf die Frage von Ingo einzugehen:

    Ich weiß nicht, ob The National je der ganz große Durchbruch gelingen wird, da es ihnen - wie ich live feststellen mußte - an Charisma und Bühnenpräsenz mangelt. Die Jungs scheinen mir einfach zu natürlich-sympathisch, um als Stars zu taugen.

    Davon abgesehen erstrahlt auch Boxer wieder wie ein leuchtender Stern am Nachthimmel. Dieser Faustkämpfer haut einen ganz ohne Hektik um. Schleicht sich erst langsam an, nur um einem dann mit jedem Hördurchgang mehr benommen vor Glück zu machen.

    Welch wunderschöne Kompositionen jenseits aller Moden The National da hinbekommen haben!

    -8,5- Punkte

    Ingo hat gesagt…

    8 Punkte

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)