Editors - Surface, Echo & Sound

 

Editors: Alle Alben im Ranking




8. „EBM“ (2022)
Weit abgeschlagen bildet dieses Werk das Schlusslicht, da der kompromisslose Club- und Body-Music-Einschlag durch die Editors/Blanck Mass-Verschmelzung den ursprünglichen Bandkern fast übertüncht. Der Bogen wurde auf „EBM“ überspannt, da der brachiale Dancefloor-Fokus das klassische Editors-Gefühl überrollt. Außer „Heart Attack“ gibt es hier nicht viel u holen.





7. „In This Light And On This Evening“ (2009)
Der radikale Schwenk weg von den Gitarren hin zu düsteren Synthesizern und fetten Sequencern galt als mutiger, aber auch polarisierender Sprung ins kalte Wasser. Hinter den maschinellen Grooves blieben bisweilen die zwingenden Songstrukturen der Frühwerke auf der Strecke. An „Papillon“ führt live aber dennoch kein Weg vorbei.





6. „Violence“ (2018)
Mit spürbarem Abstand nach unten, dennoch nur Platz 6, obwohl diese Platte zwar den spannenden, modernen Kontrast zwischen brachialen Beats („Magazine“) und zarten Momenten („No Sound But he Wind“) sucht, in der Gesamtschau wirkt sie aber oft etwas zerrissen. Das Album ist ambitioniert, erreicht aber nie ganz die geschlossene Wucht der besseren Band-Phasen.





5. „Surface, Echo & Sound“ (2026)
Das jüngste Album schlägt eine gelungene Brücke zwischen luftigeren und harmonischen, fast an Tom Smiths Soloprojekt erinnernden Akustik-Nuancen und bewährtem, reifem Pop-Fingerspitzengefühl. Wir hören Mandolinen und dürfen gelegentlich an R.E.M. denken („Rescue“, „Call It In“, „Seriously“)! Mit „The Rush“ gibt es einen ganz großen Ausreißer nach oben, obwohl mein Favorit „Shadow“ heißt.





4. „The Weight Of Your Love“ (2013)
Nach dem personellen Besetzungswechsel suchte die Band hier den erdig-großen US-Rock-Ansatz mit echten Streichern und traditionellen Stadion-Vibes. Nicht umsonst kommen einem gelegentlich U2 in den Sinn („A Ton Of Love“). Eine solide, handwerklich saubere und zugängliche Kurskorrektur zum vorherigen Album, im Vergleich zu den Top-Alben fehlt jedoch das radikale Alleinstellungsmerkmal. Nicht nur bei den vier Singles würde man sich über ein Auftauchen in einer Konzert Setliste freuen. 





3. „In Dream“ (2015)
Mit deutlichem Abstand folgt dieser atmosphärisch dichte und kunstvolle Schritt in Richtung opulenter Synthie-Pop-Epik, die für seine dunkle, fast hypnotische Erhabenheit gefeiert gehört: „No Harm“, „Marching Orders“ und natürlich „Ocean Of Night“ mit Rachel Goswell von Slowdive. Der dezidierte Einsatz von Chören und ausgedehnten Songbögen macht es zu einem extrem geschlossenen, faszinierenden Konzeptwerk, das in „Minor Victories“ (2016) - als Schmelztiegel zwischen Editors, Slowdive und Mogwai - sein dunkles und noch besseres Geschwister-Album hat. 





2. „An End Has A Start“ (2007)
Als gleichwertige, majestätische Spitze direkt neben dem Debüt zu sehen. Man darf dem Album und der Band eine meisterhafte Weiterentwicklung hin zum Stadionformat bescheinigten. Ein hochemotionales Manifest voller hymnischer Katharsis, das die dunkle Melancholie perfekt kanalisiert. Und nach dem Ende muss man einfach wieder auf Start drücken. Eigentlich darf hier jeder Song auf einem Konzert gespielt werden, nur „Smokers Outside the Hospital Doors“ nicht in der Akustikversion.





1. „The Back Room“ (2005)
Das essentielle, moderne Post-Punk-Album, das selbst die im gleichen Jahr veröffentlichten „Silent Alarm“ und „A Certain Trigger“ in den Schatten stellt. Keine Class of 2005-Liste ohne Editors! Deren Debüt ragt unantastbar an der Spitze, weil es vor roher Dringlichkeit, nervösen Gitarren und zeitloser Post-Punk-Dichte sprüht. Es bleibt das unbestrittene Fundament, an dem sich bis heute alle nachfolgenden Veröffentlichungen messen lassen müssen.  


Editors in Deutschland:
07.02.2027 München, Zenith
11.02.2027 Berlin, Columbiahalle
14.02.2027 Köln, Palladium
16.02.2027 Leipzig, Haus Auensee
20.02.2027 Hamburg, Inselpark-Arena


 




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