Die erste Vorladung (IV-MMXXVI)
Personalien:
Aus Pennsylvania stammen The Julies, die in ihrer aktuellen Besetzung aus Chris Newkirk (Gesang, Songwriting, Text), Alex Yost (Gitarre, Bass, Synthesizer) und Patrick Zbyszewski (Gitarre, Bass) bestehen. Die Gründungsmitglieder John Bada und Greg Hohman gehören nicht mehr zur Band.
Tathergang:
Das mit den Gründungsmitgliedern ist deshalb erwähnenswert, weil es sich bei The Julies um keine ganz junge Band mehr handelt. Bereits Mitte der 90er Jahre waren sie ein aufsteigender Stern am Shoegaze- und Dreampop-Himmel. Jedoch stand dieser, trotz des wachsenden Zuspruchs von Fans und Kritikern und Interesse von Major Labeln, nie besonders hoch am Firmament, so dass ein Debütalbum nie verwirklicht wurde.
Also zumindest nicht damals. Erst vor einigen Jahren fand man wieder zusammen und mit Lost In Ohio ein Label, das „Always & Always“ (2023) veröffentlichte. Diesem folgte im Frühjahr „Cherisher“, das auf Willow Haze Vinyl erhältlich ist.
Das Album wurde von der Band selbst aufgenommen und produziert. Für den finalen Schliff holten sie sich jedoch prominente Hilfe: Es wurde in London von James Aparicio gemischt und gemastert, der bereits für Größen wie Depeche Mode, Spiritualized und Mogwai gearbeitet hat. Leider ließ die Band die im letzten Jahr veröffentlichten Singles „Black Metal“ und „The Heartbreak Life“ außen vor, so dass das Album lediglich auf 8 Songs in 34:04 Minuten kommt.
Plädoyer:
Stimmlich erinnert mich der gehauchte Gesang von Chris Newkirk gelegentlich an Billy Corgan, musikalisch stehen The Julies aber mit ihrer Mischung aus Shoegaze, New Wave und Indierock in der Tradition von The Cure, The Church, New Order, Ride oder The Pains Of Being Pure At Heart. Bei „Teenage Sadness“ oder „Love Is Treason“ kann einem in den Sinn kommen, dass Newkirk & Co. auch schon von Adorable gehört haben.
Zeugen:
Sonically, ”Cherisher”’s standout influences, like the prior record, include 80s alternative stalwarts The Cure and New Order, as well as 90s bands like Ride, Lush, Kitchens of Distinction, Adorable, and Catherine Wheel, which all help define the band’s ethos.As with their last record, Sarah Fuschia was recruited again, delivering beautiful sleeve art with a gentle nod of respect to Factory Records graphic designer, Peter Saville.The new long-player may conjure the past but more as a reference to make sense of and navigate today’s world. It kicks off with a caffeinated jolt. “Marigolds” successfully marries heavy guitar pyrotechnics with Robert Smith -like one-string melodies in the vein of ”Disintegration”. (…)“Rooms” ends ”Cherisher”. The 80s-rich synth intro and slower tempo is a welcome change for this fitting closer. With a somber, longing melodic structure, it’s actually one of the more inspiring, call-to-action tracks on the album.
Indizien und Beweismittel:
Ortstermine:
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Urteile:
Nun sind die werten Richter gefragt...

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