Paul McCartney - The Boys Of Dungeon Lane


Zum Jubiläum seines 20. Soloalbums - hinzu kommen 12 mit The Beatles, 8 mit Wings, 3 als Fireman (sowie diversen Alben zwischen Soundtrack, Klassik und Remix) - hat sich Paul McCartney etwas Besonderes einfallen lassen, das einerseits alle im Internet auf die Palme bringen wird, die sich bei „McCartney III“ (2020) über seine Veröffentlichungspolitik echauffiert haben, und andererseits alle Vinyl-Komplettisten Unsummen und einige Mühen kosten dürfte: „The Boys Of Dungeon Lane“ erscheint in 20 unterschiedlichen LP-Varianten!
Damit ihr bei der Qual der Wahl etwas Hilfe bekommt - und der aktuelle Metascore von 87/100 deutet darauf hin, dass sich der kauf von „The Boys Of Dungeon Lane“ lohnt - zeigen wir hier die 10 schicksten LP-Varianten:

10. Pink Vinyl - Assai Records exclusive:
9. Green Vinyl - McCartney Store & UMe Stores exclusive:
8. Gold Vinyl - Barnes & Noble exclusive:




7. White Vinyl - Amazon exclusive:




6. Purple Vinyl - TalkShopLive exclusive:
5. Pink Vinyl (Die Cut Outer Sleeve) - Jacaranda Records exclusive:




4. Picture Disc - McCartney Store & UMe Stores exclusive:




3. Black Vinyl (White Label Edition, Alternate Cover Art) - Third Man Records exclusive:


2. Yellow Vinyl (Alternate Cover Art) - Amoeba Music exclusive:




1. Black & White Splatter (Alternate Cover Art (Blue) - Blood Records exclusive:






 


McCartneys Lebenskraft brennt auf allen 14 Tracks ungebrochen, und die Freude, die er am Musikmachen findet, schimmert durch jeden Akkordwechsel. Auf „Mountain Top“ erinnert sich der ewig jung gebliebene 83-Jährige an eine entspannte Wanderung inmitten von Magic Mushrooms und Schmetterlingen – Cembalo, Bongos und Tape-Loops verstärken die psychedelische Atmosphäre. „Come Inside“ ist ein ausgelassener, handklatschender Rocker, der an „Off the Ground“ von 1993 erinnert. „Never Know“ groovt und swingst auf eine Art, die Wings um die Zeit von „Back to the Egg“ (1979) in den Sinn ruft. „Life Can Be Hard“ und „Ripples in a Pond“ sind romantische Huldigungen an die Frau in seinem Leben – eine Erinnerung daran, dass Liebe überhaupt nicht albern ist.

All diese Songs profitieren von schlichten, eleganten Arrangements, bei denen McCartney nahezu alles selbst einspielt – sein zweites Album in Folge in diesem Stil, nach dem Ein-Mann-Band-Triumph „McCartney III“ von 2020. Co-Produzent Andrew Watt, der sich in diesem Jahrzehnt durch seine Arbeit mit den Stones und Ozzy Osbourne zum wichtigsten Vertrauten des Classic Rock gemausert hat, steuert hier und da Synthesizer und Gitarren bei. Vor allem aber ist er klug genug, sich aus dem Weg zu räumen und einen der natürlich begabtesten Musiker der Geschichte sein Ding machen zu lassen. Das ist eine wohltuende Abkehr von den Bemühungen der 2010er-Jahre wie „New“ und „Egypt Station“, bei denen McCartney mehrere popaffine Kollaborateure ins Boot holte – mit wechselndem Erfolg. Er scheint begriffen zu haben, was wir uns von einem neuen Soloalbum in dieser Phase seiner Karriere wirklich wünschen: mehr McCartney.




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