RVG - A Quality Of Mercy




Wem der Bandname RVG bekannt vorkommt, hat die gestrige Vorstellung von Bodega aufmerksam gelesen. RVG sind dort auf einem imaginären Mixtape vertreten.



Hätten die Go-Betweens mal zusammen mit Patti Smith und Lou Reed in New York eine Platte aufgenommen, hätte diese so klingen können wie das Debüt der Romy Vager Group aus Melbourne, die ihren Namen der Einfachheit halber RVG abkürzt.

Hätte, hätte… Vermutlich waren die drei Herren und Frontfrau und Namensgeberin Romy Vager in den 80ern noch nicht mal geboren und wir können uns mehr als glücklich schätzen, dass sie dieses Album erst 2017 veröffentlichen. 2017? Moment, höre ich einen Richter rufen, wieso hast du die Platte nicht schon letztes Jahr vorgestellt? Das Liebhaberlabel Fat Possum Records hat darauf eine Antwort…

When RVG first self-released their debut LP, A Quality Of Mercy, there was no press release. No one sheet. No music video. No proper band photo. No image to uphold. No narrative to forward. (Fat Possum)

…und veröffentlicht es 2018 einfach noch mal mit allem Drum & Dran.

Das Quartett vereint auf A Quality Of Mercy sowohl die dunklen Postpunk-New-Wave-Attribute der späten 70er als auch die strahlenden Gitarren-Indie-Pop-Spitzen der 80er. Die acht Songs von A Quality Of Mercy nahmen RVG live im Melbourner Pub „The Tote“ auf und leider ist das Vergnügen nach ein knappen halben Stunde wieder vorbei, doch bis dahin stellen RVG Fans von Joy Division (ansatzweise), Echo And The Bunnymen (öfter), The Go-Betweens (häufig) und eben auch Patti Smith (immer gegenwärtig) mehr als zufrieden. (Sounds & Books)