• The Xcerts - Hold On To Your Heart




















    Jedem Konzept sind Grenzen gesteckt. Das mussten auch The Xcerts entdecken, als sie ein neues Cover für ihr viertes Album „Hold On To Your Love“ auswählen wollten, denn auf den vorherigen Platten  war jeweils ein Bandmitglied abgebildet: Tom Heron (Schlagzeug) auf „In The Cold Wind We Smile“ (2009), Jordan Smith zierte „Scatterbrain“ (2014) und auf „There Is Only You“ (2014) war Sänger und Gitarrist Murray Macleod zu sehen. Was also tun, wenn man bei diesem Konzept zu Dritt ist und das vierte Album veröffentlichen möchte? Einfach erstmals das komplette Trio fotografieren!

    Mit dem balladesken Opener „The Dark“ schicken uns die Schotten zunächst Dank Piano und Streichern in eine falsche Richtung, doch danach dominiert der Rock das Album, das sich thematisch - der Titel deutet es bereits an - um die Liebe dreht. 

    „Wir wollen, dass die Leute die Platte hören und denken, dass alles möglich ist. Wir versuchten das Ende von (dem 1985er John Hughes Film) The Breakfast Club einzufangen. Es geht um das Gefühl, draußen sein zu wollen und das Leben zu erleben. Bleib nicht zu Hause und schau dir das Mädchen auf Facebook an, geh raus und hol Dir das Mädchen!“
    klärt uns Murray Macleod auf. Und so klingen die 10 Songs tatsächlich weniger nach dem Indierock der letzten Jahre als dem, was Bruce Springsteen, Bryan Adams oder John Parr im Jahr 1985 so veröffentlichten. Aber warum gerade 1985 und Songs wie „Glory Days“, „Somebody“ oder „St. Elmo’s Fire“? Weil in diesem Jahr „The Breakfast Club“ ins Kino kam. Und selbst vor dem in den 80ern so beliebten Saxophon-Einsatz („Drive Me Wild“ und „Cry“) und schwülstigen Keyboard-Klängen ( „Show Me Beautiful“) schrecken The Xcerts nicht zurück. So viel Authentizität hätte ich gar nicht gebraucht.

    Auf dem Soundtrack zu „The Breakfast Club“ befindet sich natürlich auch „Don’t You (Forget About Me)“ von den Simple Minds - einen solch starken Song haben The Xcerts aber leider nicht im Gepäck.




    Die ungestüme Rauheit ihrer ersten Alben ist der großen Geste gewichen. Ausladende Piano-Parts, der plötzliche Schmelz in Murray MacLeods Stimme, die neue Liebe zum Heartland Rock der 1980er – wer die Band vorher kannte, muss sich erst mal ein wenig schütteln ob so viel Romantik, die an die Stelle der bislang so leidenschaftlich zelebrierten Teenage Angst rückt. Nein, wir dürfen uns nicht wundern, wenn die einstigen Underdogs im Sommer bei den großen Festivals mitmischen. Aber! Ähnlich wie ihren Landsleuten Twin Atlantic gelingt es auch The Xcerts, ihre Transformation zum (klanglichen) Big Player mit guten Songs und nur einem Mü zu viel Pathos zu vollziehen. Das muss man nicht mehr unbedingt abfeiern, anerkennen darf man es aber.
    (intro)




    Album opener The Dark kicks off the record with a heart-wrenching piano and lyrical combination. “Tell me when the worst is over,” Macleod repeatedly sings with passion. Macleod’s tone gives you a quality glimpse into the mental state he was in after the traumatic experiences of losing loved ones. After you hear the following track, Daydream, you begin to pick up that the message of the album is in fact, its title: Hold On To Your Heart. You can determine this just through the lush sounds that jump out at you. Murray Macleod sings us through some self re-discovery after going through those dark times.
    Simply put, this album is made for hopeless romantics, brought to us by a band of hopeless romantics. First Kiss is a perfect example. Macleod sings about his longing for a new love, as well as his struggle to end an old one. “I keep searching for that first kiss feeling,” he declares. Album closer Cry carries a slow and melancholic guitar tone, and Macleod takes the forefront with a very apologetic and somber tone, being accompanied by the saxophone in the process.
    The XCERTS’ growth as a band took a big leap forward with Hold On To Your Heart, and they’re quickly climbing the ladder in a crowded UK rock scene, establishing themselves as a band with classic influences who put a modern twist into their craft. It’s safe to say that the three year wait for this album was well worth it.
    (All Things Loud)




  • 3 Kommentare:

    Olly Golightly hat gesagt…

    Ich steh ja auf so einen Sound... 8 Punkte

    Ingo hat gesagt…

    Bis "Cry" ging es noch, aber der Song war für mich nicht zu ertragen. Zur Strafe gibt es 5,5 Punkte.

    Dirk hat gesagt…

    Hoch lebe Bryan Adams! 5 Punkte

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