The Limiñanas - Shadow People



















PVG: The Limiñanas - das kommt mir ziemlich spanisch vor…

Oliver: Die Band stammt aus Perpignan. Das liegt in Südfrankreich. Allerdings nur 30 Kilometer von der spanischen Grenze entfernt.

PVG: Ach, dann habt ihr die Band auf einer eurer zahlreichen Frankreich-Reisen entdeckt…

Oliver: So tief im Süden waren wir bisher leider noch nicht. Aber die Pyrenäen (die Landschaft!) und das Languedoc (der Wein!) stehen auf jeden Fall auf der To-do-Liste, da kann man ja auch mal einen Abstecher nach Perpignan machen. Die Musik der Limiñanas habe ich ganz unromantisch als Teil meines Jobs kennen gelernt.

PVG: Maria und Lionel Limiñana - sind die beiden verheiratet oder ist das so wie bei den Los Camesinos - auch wieder so ein spanischer Bandname! - dass alle Mitglieder als Nachnamen den Bandnamen haben?

Oliver: Tatsächlich haben alle Mitglieder den Nachnamen Limiñana - allerdings sind The Limiñanas auch nur ein Duo. Und ja: Maria und Lionel sind verheiratet. Miteinander. Laut Namespedia kommt der Name im Süden Frankreichs recht häufig vor. Öfter als in Spanien.




PVG: Deiner Jahres-CD - vielen Dank dafür - konnte ich entnehmen, das „Istanbul Is Sleepy“ deine Single des Jahres 2017 war - welche anderen Songs auf „Shadow Prople“ kannst du empfehlen?

Oliver: Auf jeden Fall „The Gift“. Voraussichtlich Teil meiner Jahres-CD 2018.

PVG: Sixties Psychedelic-Pop trifft Seventies Garage Rock. Was findet sich noch im Mix von The Limiñanas?

Oliver: Das trifft es schon sehr gut. Ihre Heimat können die beiden allerdings nicht verleugnen: Hinter den Psych-Rock Gitarren versteckt sich der unwiderstehliche Charme des französischen Sixties-Pop. Serge Gainsbourg trifft auf Velvet Underground liest man zu Recht sehr häufig. Phil Spector, Western Soundtracks, alles da.

PVG: Wer singt denn, sie oder er? Und auf welcher Sprache wird gesungen?

Oliver: Meistens er, manchmal sie, manche Stücke sind aber auch instrumental. Gesungen wird gerne auf Englisch oder Französisch. Auf dem neuen Album kommt es glaube ich nicht vor, aber italienisch und spanisch gehören auch zum Sprachrepertoire.




PVG: Es gibt ja auch den ein oder anderen Gast auf „Shadow People“…

Oliver: Im oben erwähnten „The Gift“ spielt Peter Hook unüberhörbar Bass - generell ist der Song sehr New Order-lastig. Anton Newcombe (The Brian Jonestown Massacre) ist bei „Istanbul Is Sleepy“ mit dabei, außerdem sind Emmanuelle Seigner (manchen vielleicht vom sehr schönen „Ultra Orange & Emmanuelle“-Album bekannt – oder zumindest als Ehefrau von Roman Polanski) und Bertrand Belin mit an Bord.

PVG: Abschließend noch bitte eine Prognose, die wir in 11 Monaten überprüfen werden: Wo wird „Shadow People“ in deiner persönlichen Albenliste 2018 landen und wo platziert es sich bei Platten vor Gericht?

Oliver: So früh im Jahr natürlich ganz schwer zu sagen. Wer weiß, was 2018 so bringt. Vielleicht sogar eine neue Chromatics Platte? Aber ich bin sehr begeistert vom Album der Limiñanas. In meiner persönlichen Liste halte ich einen Top 10-Platz für realistisch.

PVG: Gracias.

Kommentare:

Torsten hat gesagt…

Witzig. Ich bin vor ein paar Tagen zufällig über das Album gestolpert, fand es sehr schön und wollte euch eigentlich nahelegen, mal reinzuhören...hat sich nun ja erledigt.

Volker hat gesagt…

Wenn's in die Pyrenäen und zum guten Wein kommt, nehmt mich mit! Ich verspreche auch, bis dahin das Album gehört zu haben ;-).
Und auch von mir auf diesem Weg noch mal einen großen Dank an Oliver und Dirk für ihre Jahres CDs!

Volker hat gesagt…

Vielleicht hören wir aber aif dem Weg andere Musik?

5

Olly Golightly hat gesagt…

Wir können was singen.

8,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Eure Fahrt nach Südfrankreich ist dann aber nicht der nächste Betriebsausflug!
7 Punkte