• Tocotronic - Die Unendlichkeit

     

















    Das "Rote Album" war für mich das Album des Jahres 2015. Da ich keinesfalls unter dem Verdacht stehe, deutschsprachige Musik zu bevorzugen, war das für mich eine Überraschung. 

    Entsprechend gespannt war ich auf den Nachfolger. Und nun endlich ist Tocotronics zwölftes Album "Die Unendlichkeit" auf dem Markt. Auch 25 Jahre nach Gründung der Band offenbart die Hamburger Band neue Facetten. Für Tocotronic ungewohnt autobiografisch gibt sich Dirk von Lowtzow. Und ebenso wie das Konzept des Albums die Zeit von Kindheit über die aufregenden Jahre bis zum Leben als Erwachsener und darüber hinaus bis zum Tod umkreist, werden musikalisch die 25 Jahre Bandgeschichte geschickt komprimiert dargestellt.

    Der Beginn des Albums lässt mich der Titeltrack kurz an die Perfektion eines Talk Talk-Songs denken. Noch im gleichen Song brummt die Gitarre bedrohlich. "Electric guitar" ist die Hymne, auf die ich nach "Ich öffne mich" gehofft hatte. Straighter Indierock, feinsinniger Kammerpop (", nicht peinliche Variationen von Pop und Schlager... Tocotronic ist vorzüglich gereift und gealtert und zelebriert die Vielfalt auf "Die Unendlichkeit". Ich bin gespannt, was nach diesem Rückblick die Zukunft bringen wird. 

    Besonders empfehle ich den Titelsong, "Electric guitar", "1993" und "Bis und das Licht vertreibt". Viele der Titel auf "Die Unendlichkeit" hätten auch auf dem "Roten Album" erscheinen können. In seiner Gesamtheit ist "Die Unendlichkeit" rund und überzeugend. Bislang berührt es mich persönlich einen Tick weniger als der Vorgänger, aber meinen Favoriten zum deutschsprachigen Album des Jahres 2018 habe ich trotzdem gefunden.

    Das "Soundkartell" ist begeistert:

    Ich könnte noch bis in “Die Unendlichkeit“ weiter schreiben über dieses Werk. Es gibt so viele Textstellen, die erwähnenswert sind. Ich finde mich in jedem einzelnen der zwölf Stücke wieder. Ich habe ganz viel über diese Band erfahren und nehme das Album als Anreiz über das Leben nachzudenken und lächelnd und weinend der Vergangenheit zu begegnen. Für TOCOTRONIC und seine Fans eine neue Erfahrung mit der Musik. Und es geht so tief, dass man es einfach nur fühlen kann.


    Der Titelsong:




    Und nicht nur wegen des Titels mein Favorit:"Electric guitar".




    Live (mindestens die Shows in Hamburg und Berlin gelten bereits als ausverkauft):
    06.03. Bremen
    07.03. Münster
    08.03. Heidelberg
    09.03. Erlangen
    11.03. Erfurt
    12.03. Wiesbaden
    13.03. Köln
    14.03. Hannover
    16.03. Hamburg
    17.03. Hamburg
    06.04. Leipzig
    07.04. Essen
    08.04. Stuttgart
    11.04. Freiburg
    12.04. München
    14.04. Dresden
    16.04. Berlin
    17.04. Berlin

  • 9 Kommentare:

    Olly Golightly hat gesagt…

    Vielleicht sollte ich dem roten Album nochmal eine Chance geben - hatte ich ja damals eher so mittel bewertet.

    ∞ = 8 Punkte

    Ingo hat gesagt…

    Meine Leidenschaft zum Vorgänger wird nicht ganz erreicht. 8,5 Punkte

    Volker hat gesagt…

    An anderer Stelle schrieb ich relativ früh im Jahr: "Könnte man zusammenfassen, dass dieses Album seine Güte nicht primär aus der Musik zieht, sondern vor allem dann gut funktioniert, wenn es möglichst nah am Coming Of Age des Hörers angesiedelt ist?"
    Daran hat sich nicht viel geändert. Digital ist besser, Nach der Verlorenen Zeit und Co, waren mir näher

    6,5

    Jörg hat gesagt…

    "Electric Guitar" und "Hey Du" sind wirklich gut, aber für ganz oben reicht es nicht: 7 Punkte.

    Miss Shapes hat gesagt…

    Mich hats gepackt: 9 Punkte

    Dirk hat gesagt…

    Torsten schickt uns aus dem hohen Norden einige Wertungen. Warum ich sie hier bei Tocotronic veröffentliche? Darum:

    And the golden Choir: 9 Punkte
    Ash: 8 Punkte
    Bosse: 3 Punkte
    Dead Can Dance: 7 Punkte
    Eels: 5 Punkte
    Element of Crime: 8 Punkte
    Franz Ferdinand: 6,5 Punkte
    Get Well Soon: 5 Punkte
    Gorillaz: 3 Punkte
    James: 6,5 Punkte
    Johnny Marr: 7 Punkte
    Kristin Hersh: 7 Punkte
    Luke Haines: 7 Punkte
    M.Walking on the water: 8 Punkte
    Math & Physics Club: 5 Punkte
    Mumford and Sons: 3,5 Punkte
    Muse: 8,5 Punkte
    Olli Schulz: 3 Punkte
    Phillip Boa: 8,5 Punkte
    Richard Ashcroft: 4 Punkte
    Shame: 8 Punkte
    Soap & Skin: 9 Punkte
    Suede: 7,5 Punkte
    The Beths: 7 Punkte
    The good, the bad & the Queen: 4 Punkte
    The Liminanas: 6,5 Punkte
    Smashing Pumpkins: 8 Punkte
    Tocotronic: 9,5 Punkte
    William Fitzsimmons: 7 Punkte

    aXel hat gesagt…

    wieder schwächer: 7

    Dennis hat gesagt…

    7,5

    Dirk hat gesagt…

    Meine Lieblingslieder: "Electric Guitar" und "Unwiederbringlich". 7 Punkte

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    9. Diamonds And Pearls (1991)
    8. 3121 (2006)
    7. 1999 (1982)
    6. The Gold Experience (1995)
    5. Dirty Mind (1980)
    4. Sign O' The Times (1987)
    3. Parade (1986)
    2. Purple Rain (1984)
    1. Around The World In A Day (1985)

    (ausgewählt von Volker)