• First Aid Kit - Ruins




















    10 Fakten zum neuen Album von First Aid Kit:

    1. Nachdem die Söderberg-Schwestern ihre ersten drei Alben im Zwei-Jahres-Rhythmus veröffentlicht hatten, mussten Fans und Freunde nun fast doppelt so lang warten. „Ruins“ erschien am 19. Januar 2018, der Vorgänger „Stay Gold“ stand im Sommer 2014 in den Plattenläden.

    2. Plattenläden ist ein gutes Stichwort, denn „Ruins“ kann dort nicht nur als CD oder LP (Gatefold, 180 g) erworben werden, sondern auch auf auf limitiertem, weißem Vinyl.

    3. First Aid Kit haben sich mittlerweile einen treuen Käuferkreis erarbeitet und so landeten „The Lion’s Roar“ (2012) und „Stay Gold“ (2014) in Schweden auf Platz 1. In Deutschland reichte es jeweils nur für Platz 69. Ich möchte wetten, dass Klara und Johanna zumindest eine dieser Serien fortsetzen werden.

    4. Auf „Ruins“ sind 10 Titel enthalten, die knapp 40 Minuten laufen. Nicht enthalten sind „You Are The Problem Here“ und die Coverversion „Gloomy Sunday“, die zwischendurch als Singles veröffentlicht wurden.

    5. „It’s A Shame“ - keine Coverversion von Talk Talk - wurde als erste Single ausgewöhlt und mit dazugehörigem Video im Oktober 2017 veröffentlicht:




    6. Die Liste der musikalischen Unterstützer und Mitstreiter auf „Ruins“ ist lang und prominent besetzt: Peter Buck (R.E.M.), Glenn Kotche (Wilco) und McKenzie Smith (Midlake) schauten bei den Aufnahmen in Portland im Studio vorbei. Tucker Martine (My Morning Jacket) fungierte dort als Produzent.

    7. First Aid Kit auf einem Retro-Trip zurück in die 80er-Jahre im Video zur zweiten Single „Fireworks“: 




    8. Keine der beiden Singles fand den Weg in die schwedischen Charts, aber ihren Retro-Video-Trip setzen Klara und Johanna fort und zwar in die 70er Jahre: 






    9. Zuletzt leicht fallende Tendenz hinsichtlich der Rezeption der Alben von First Aid Kit bei den Kritikern. Metacritic fasst dies so zusammen: „The Big Black And The Blue“ 70/100, „The Lion’s Roar“ 81/100, „Stay Gold“ 80/100, „Ruins“ 79/100.
    In Deutschland liest sich das so:


    „Why do I keep dreaming of you? Is it all because of my rebel heart?“, heißt es im ungewohnt rebellisch klingenden Eröffnungssong.
    Die restlichen neun Lieder präsentieren sich traditionell melodiös-anschmiegsam. Und der Harmoniegesang ist auch dieses Mal wieder – um im Ruinenjargon zu bleiben – kolossal.
    (Rolling Stone)


    "Ruins", in den Texten von Klaras Klage über eine frisch gescheiterte Beziehung durchzogen (u.a. "It's a Shame"), pflegt eher wieder die Traditionen von "Lion's Roar" (2012), aber die Bandbreite hat sich hörbar erweitert - sie reicht von Fifties-Tweepop ("Fireworks") über Old-School-Country ("Postcard") bis zu den gewohnten Referenzen an Vorbildern wie Emmylou Harris ("To Live a Life“).
    (Spiegel)


    Soweit hält "Ruins" also jede Menge jener poppigen Elemente bereit, die First Aid Kit über Genregrenzen hinaus den Status Jedermanns Liebling verlieh.
    Im weiteren Lauf wird aber deutlicher noch als auf den Vorgängeralben klar, dass Johanna und Klara ihre Wurzeln eigentlich im Country haben. "Postcard" kommt im Cowboy-Outfit gemütlich dahergestiefelt, und das Motto wird konsequent durchgezogen; die Steel Guitar spendiert ein paar Seufzer für die Pausen, der Kontrabass trabt gemütlich weiter, nur dem Klavier ist ein wenig Improvisation erlaubt. In der zweiten Hälfte des Albums wird der musikalische Einfallsreichtum insgesamt etwas zurückgedreht und ganz auf akustische Gitarre, eingängige Melodien und den zugleich glasklaren und glasharten Gesang der Schwestern fokussiert.
    (Plattentests)


    10. Bisher sind zwei Konzerttermine für First Aid Kit in Deutschland bestätigt, und zwar:
    08.03.18 Berlin, Columbiahalle
    10.03.18 Hamburg, Große Freiheit 36


  • 3 Kommentare:

    Olly Golightly hat gesagt…

    6,5 Pubkte

    Dirk hat gesagt…

    Für meinen Geschmack zu viel Americana & Country. 6 Punkte

    Ingo hat gesagt…

    Dirk trifft es: Warum müssen Damen aus Schweden wie Damen aus Nashville klingen? 6 Punkte

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    7. 1999 (1982)
    6. The Gold Experience (1995)
    5. Dirty Mind (1980)
    4. Sign O' The Times (1987)
    3. Parade (1986)
    2. Purple Rain (1984)
    1. Around The World In A Day (1985)

    (ausgewählt von Volker)