Tango With Lions - The Light




















Elena Paparizou - sagt das jemandem etwas? Die Griechin konnte 2005 erstmals den Eurovision Song Contest für ihr Heimatland gewinnen. Für andere erfolgreiche Musiker aus Griechenland muss man deutlich weiter zurück blicken. In den 70er Jahren konnte Demis Roussos mit „Goodbye My Love Goodbye“ eine Nummer-Eins-Single in Deutschland bejubeln, Nana Mouskouri gelang dieses Kunststück in den Jahren 1961 und 62 mit deutschsprachigen Songs gleich drei Mal. Und auch bei Platten vor Gericht ist das Griechenland-Label bisher nicht oft und nur wenig erfolgreich benutzt worden: Plastic Flowers kamen letztes Jahr mit „Absent Forever“ auf 6,75 Punkte und bei Marina Lambrini Diamandis (Marina & the Diamonds) ist es eigentlich so, als würde man George Michael als Griechen bezeichnen. Die Waliserin mit griechischem Vater konnte 5,625 Punkte für „Electra Heart“ (2012) und zuvor 6,5 Punkte für „The Family Jewels“ (2010) ergattern.

Also sind 6,75 Punkte die Hürde, die Tango With Lions nehmen müssen. Die Band aus Athen hat mit „Verba Time“ (2010) und „A Long Walk“ (2013) bisher zwei Alben in englischer Sprache veröffentlicht und der Song „In A Bar“ verzeichnete bisher über 30 Millionen Aufrufe bei YouTube. Nach rund 5 Jahren Funkstille erschien über Inner Ear Records das dritte Album der Band, an dem  Katerina Papachristou und ihre fünf Mitstreiter seit 2015 arbeiteten. Die 9 Songs pendeln zwischen melancholischem Folkrock und Dreampop, so dass Mazzy Star, Andrea Schroeder oder Aldous Harding als Vergleiche heran gezogen werden können, und bestechen durch abwechslungsreiche Instrumentierung (Banjo, Bläser…) und den Einsatz eines Kinderchores. 
Für 18 Euro (plus 8 € Versand) kann „The Light“ als LP auf gelbem oder schwarzem Vinyl über Bandcamp bestellt werden.

Die erste Single „Proof Of Desire“ vermittelt einen guten ersten Eindruck, während das ungewöhnlich fröhliche und poppige „Last Thrill“ nicht exemplarisch für den Rest des Albums stehen kann:




‘The Light’ is not necessarily the kind of record you’d play every day, and really not one you’d pick if you want something uplifting, but it’s great. For fans of various twee pop acts, as well as light indie dreampop along the lines of The Sundays and Drugstore. Tango With Lions should bring more than a glimmer of shimmery enjoyment. For those looking for folk roots within less traditional settings, ‘The Light’ will certainly intrigue, if not thrill in its self-made cocoon of understatement. For their fans, it surely marks a welcome return, while for others – mostly those listeners outside Greece – it is a superb introduction to a band who deserve more of a global ear. Grab this record at the earliest opportunity.
(real gone)




Earlier this month, the group put out an evocative new single entitled “Proof of Desire,” a song from their forthcoming third studio album The Light. Instrumentally spare and an achingly vulnerable, the track speaks of the difficulties of trying to connect with an emotionally remote and possibly duplicitous lover. Fans of Metric frontwoman Emily Haines solo work will likely find a lot to love with this new track.
(axs)


Kommentare:

Volker hat gesagt…

Immerhin trauen wir uns, unser schlimmes Fehlurteil gegenüber Marina hier noch mal zu postulieren...

Volker hat gesagt…

Gott sei Dank mehr Pop als Dream. Und hätten sie die Bläser häufiger eingesetzt, hätte es noch mehr Punkte gegeben.

6,5

Olly Golightly hat gesagt…

6 Punkte

Dirk hat gesagt…

Hier fällt der Griechenland-Rekord wohl nicht... 6,5 Punkte.