Francis International Airport - In The Woods

















Arnautovic, Korkmaz, Pogatetz, Alaba, Fuchs, Ivanschitz, Harnik, Okotie, Ibertsberger, Prödl, Hoffer - immer mehr Austria-Kicker zieht es in die Bundesliga.

Naked Lunch, B. Fleischmann, Francis International Airport, Soap & Skin - das war es schon. Noch nicht einmal ein österreichischer Künstler pro Jahr bei Platten vor Gericht, das ist ein wenig dürftig.
Also versuche ich erneut Begeisterung zu wecken für Francis International Airport, denn die hätten es verdient.

"In The Woods" erscheint am 08. Oktober über SILUH Records (Alive) und ist nach "We Are Jealous. We Are Glass" das zweite Album des Quintetts. Wurden beim Debüt noch Death Cab For Cutie, The Shins und The Cure von mir als Referenzen genannt, so muss man das Spektrum diesmal ein wenig weiter stecken, denn die Jungs versuchten, angetrieben von den letzten Veröffentlichungen von Beach House und Grizzly Bear, das Studiopotential weiter auszunutzen, um ein atmosphärisch dichteres Album zu schaffen. So haben sich die 32 Studiotage und weitere 16 Tage und Nächte für den finalen Mix ausgezahlt, um die vielschichtigen Arrangements in vollem Glanz erstrahlen zu lassen und ein ambitioniertes, gefrickeltes Gitarrenpop-Album für die ersten Herbsttage abzuliefern.

Als Coda der zweiten Single "Amnesiacs" erschallt der Chorgesang "And The Worst Is Over", betrachtet man aber Entwicklung und Perspektiven von Francis International Airport, dann möchte man hinzufügen: "But The Best Is Yet To Come".

In The Woods ist eine Symbiose aus sanften aber bestimmenden Gitarrenklängen, einem fließenden Schlagzeug und einer perfekt passenden Stimme. FRANCIS INTERNATIONAL AIRPORT mischen das Typische mit Xylophonklängen und Chorstimmen im Hintergrund, die einzelnen Songs das gewisse Etwas verleihen.

Die Songs der Platte klingen im ersten Moment wie der Soundtrack eines neuen Independentfilmes. Im zweiten Moment wird einem klar: Es ist auch einer. In The Woods ist der Soundtrack des Sommers, von Füßen im taufrischen Gras und Marshmellows am Lagerfeuer.

Ein ganz besonderer Schatz der Platte ist der Einsteiger All Your Lines End in Me, ein einfühlsamer Song mit dahinfließenden Melodien, den man gerne mal live hören möchte. Ein weiterer Anspieltipp ist Celluloid, einer der soundtrackartigen Stücke des Albums.

Was dem Album allerdings fehlt, ist das Mitreißende und Antreibende. In The Woods treibt dahin, aber nicht an. Wer jedoch den Soundtrack für seinen Sommers noch sucht, wird bei dem Album bestimmt fündig.
(enemy.at)





"Monsters" Video

Kommentare:

Volker hat gesagt…

Wenn sie nur annähernd so gut ist wie das Vorgängeralbum, bin ich schon sehr zufrieden.
Das vorab gesehene Video war zumindest schon mal vielversprechend.

noplace hat gesagt…

ist besser als der vorgänger, wie ich finde. vor allem der gesang.

Anonym hat gesagt…

Hab vorgestern am VÖ Tag gleich im plattenladen zugeschlagen.Amnesiacs super single, aber er opener all lines end in me ist echt ein dickes teil.

Chris hat gesagt…

Bin mir noch nicht ganz sicher, ob mir die neue Platte oder der Vorgänger besser gefällt.

Beide haben ihren Reiz...Produktion, Abwechslungsreichtum und Gesang sind auf "In The Woods" besser, charmanter und überraschender fand ich "We Are Jealous, We Are Glass".

Olly Golightly hat gesagt…

8,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Österreichs beste Band bekommt

7,5 Punkte

Ingo hat gesagt…

Von mir auch 7,5 Punkte

aXel hat gesagt…

7