The Charlatans - Who We Touch

















In schöner Regelmäßigkeit veröffentlichen The Charlatans ihre Alben - und zumindest in ihrer Heimat erzielen sie damit noch geringe Erfolge: "Who We Touch" platzierte sich auf Rang 21 der englischen Charts.
Ob die 5 Jungs aus England mit ihren Platten auch noch neue Fans hinzu gewinnen, oder ob sich die Käuferschar komplett aus "alten Britpoppern" rekrutiert, weiß ich nicht zu beantworten. Jedoch werden sich auch diese alten Fans bei "Who We Touch", dem 11. Studioalbum der Band, zunächst verwundert die Ohren reiben:

Während "Love Is Ending" direkt mit lärmigen Gitarren in bester Sex Pistols-Marnier dynamisch, aber dennoch melodiös, loslegt, werden beim folgenden "My Foolish Pride" die Streichinstrumente hervor geholt und nach allen Regeln der Kunst gezupft. "Your Pure Soul" drosselt das Tempo, lässt die akustische Gitarre zu Orgel und Streichern erklingen und dürfte neben den beiden Singles und des sich anschließenden "Smash the System" zu den Highlights des Albums zählen.
Ein fulminanter Auftakt, dessen hohe Qualität jedoch nicht beibehalten werden kann. "Sincerity", "When I Wonder" und "Oh!" können bestenfalls als Standard der Band bezeichnet werden, ohne direkt von Charlatanerie sprechen zu müssen. Daher muss die zweite Hälfte der Platte leider als die deutlich schwächere betitelt werden.
Seltsam bis unnötig, dass das abschließende "You Can Swim" durch zwei Hidden Tracks auf über 19 Minuten ausgedehnt wird. Während "On The Treshold" nicht weiter erwähnenswert ist, steht bei "Sing The Body Electric" plötzlich Penny Rimbaud von Crass hinter dem Mikrofon.

Der Special Edition des Albums liegt eine CD mit frühen Versionen und Studio-Outtakes der Songs bei - wohl auch eher etwas für "die alten Fans".

That it sounds a little out of date in 2010 is by the by: they’re a group from a different era who feel no pressure to pretend otherwise.

That accepted, they’re certainly not rehashing former glories – those expecting pummelling Hammonds and anthemic Lancashire hollering have come to the wrong place. The first surprise comes right at the start, as Love Is Ending erupts in a blank roar of noise. It’s a red herring, though, and soon enough a lithe guitar line cuts in and the whole thing suddenly sounds like some particularly muscular leftover from the C86 era. It’s melodic, energetic, humble and hummable, with Burgess’s vocals soft and impassioned.

Elsewhere, My Foolish Pride is a sweet, pastoral-bordering-on twee piano ballad. Your Pure Soul offers a lovely piece of woozy introspection, while Intimacy and Sincerity offer a pleasing electronic heart to the record, the former spooky and low-key, the latter a very game stab at Krautrock. These are warm, appealing tunes with no false bluster or crass anthemism, light years ahead of the bombastic drivel certain peers have offered up this year. The Charlatans are old fashioned, maybe even a little antiquated. But are they past it as songwriters? No way.
(bbc.co.uk)


Leider sind die beiden Videos zu "Love Is Ending" und "My Foolish Pride" bei YouTube nicht verfügbar, daher muss diese Live-Aufnahme des ersten Songs herhalten, deren Soundqualität aber ganz gut zur Attitüde passt:





The Charlatans kommen, nachdem ihr Schlagzeuger John Brookes vor einigen Tagen auf der Bühne zusammenbrach, mit Pete Salisbury (The Verve) als Ersatz (zunächst) nur zu 2 Terminen nach Deutschland:

02.11.10 Dortmund, FZW
03.11.10 München, Backstage

Kommentare:

Ingo hat gesagt…

Fängt gut an, endet langweilig. 6 Punkte

Dirk hat gesagt…

Ein bestenfalls durchschnittliches Album der Charlatans.

Gnädige 7 Punkte

U. hat gesagt…

Durchschnittliches Album, durchschnittliche Punktzahl: 6,5.