• The Killers - Day & Age




    Wer hätte gedacht, dass eine Band noch tiefer im 80er Jahre-Sumpf versinken könnte als Keane auf „Perfect Symmetry“?
    The Killers machen es mit Hilfe von Stuart Price (Madonna, Seal, Keane), der sich als Thin White Duke für den Remix von „Mr Brightside“ auszeichnete, vor. Selbst nennen sie Elton John, David Bowie und Lou Reed als Einflüsse, dabei klingt das Ganze letztendlich eher nach Bryan Ferry („Losing Touch“), den Pet Shop Boys im Euro-Disco-Gewand („Human“), einem billigen New Order-Abklatsch („Spaceman“), einer „Club Tropicana“-Remineszens (Wham!) in „Joy Ride“ und so weiter und so fort. Ich brauche hier gar nicht weiter die einzelnen Songs des Albums durchzugehen und die mitunter schrecklichen Quellen zu benennen, fest steht, dass The Killers bereits für den mehrmaligen (!) Gebrauch eines Saxophons (!!) hinter Gitter gehören.

    Die Kritiker stehen „Day & Age“ durchaus positiv gegenüber:

    With neither the sugar rush of Hot Fuss nor the blustery thrills of Sam's Town, this is the Killers' most beguilingly strange record. As an accurate reflection of its frontman, it succeeds handsomely.
    (guardianc.o.uk)

    But when they strip down the wordy solemnity, the Killers can deliver quite a spectacle. They remain fascinated by heartland mythos, but by becoming more comfortable with their glitzy roots, they've actually found the pulse of something more authentic. After all, you can't take the Vegas out of the showmen.
    (Spin)

    Like their hometown of Las Vegas, the Killers have a flair for anything supersize, sparkly and over-the-top: soaring synth-pop operas, multipart arena-rock anthems, "Bohemian Rhapsody"-style choirs. So it makes sense that, after 2006's massively ambitious Sam's Town, their third studio album expands their scope even further, adding subtle world-music accents to their glittery New Wave anthems — fitting for a band bent on international megastardom.
    (Rolling Stone)


    Neben den regulären 10 Songs des Albums muss sich der gewillte Fan noch auf die Suche nach den diversen Bonus-Tracks („A Crippling Blow“, „Forget About What I Said“ und „Tidalwave“) begeben.
    Für das Artwork des Albums und der Singles zeichnet sich der Künstler Paul Normansell verantwortlich und wer kein Photoshop besitzt, kann sich mit dem Online-Cover-Creator sein eigenes individuelles Cover erstellen.




    „Human“ Live At Later... With Jools Holland; Video


    The Killers in Deutschland:

    13.03.09 Düsseldorf, Phillipshalle
    14.03.09 Berlin, Max Schmeling Halle
    16.03.09 München, Zenith
  • 10 Kommentare:

    oliver r. hat gesagt…

    Hahaha, Dirk. Hast Du auch endlich festgestellt, daß die Killers gar nicht mal sooo gut sind? Ich hatte ja bereits nach dem ersten Album meine Abneigung geäußert und nach dem fürchterlichen Auftritt beim Highfield Festival geht endgültig der Daumen runter...

    Christoph hat gesagt…

    Human ist extrem scheußlich. Den Rest werde ich wohl nicht kennenlernen.

    Volker hat gesagt…

    Großartige Single, Pet Shop Boys meets Ultravox
    Großartige B-Seite, Adam Ant meets Roy Orbison meets New Wave

    Eigentlich wollte ich standhaft sein mit Höreindrücken bis das Album kommt (Vinyl erst am 05.12) aber die Single musste dann doch sein. Wenn der Standard dieser beiden Songs auf LP-Länge gehalten werden kann, wird meine Top10 auf jeden Fall geknackt.

    Volker hat gesagt…

    ich hoffe hier einfach mal auf den Pop-Afficionado Olk. Von euch anderen hätte mich alles andre als vernichtende Aussagen eh überrascht.

    Eine weitere Empfehlung für den Abstieg in die Pop(un)tiefen der 80er sei hiermit Sally Shapiro.

    Olly Golightly hat gesagt…

    Die Single finde ich ebenfalls großartig. Das Album konnte ich bisher nur so nebenbei im Büro hören - aber schlecht wird es nicht abschneiden.

    Ingo hat gesagt…

    Ich finde die Single mies und das Album enttäuschend. Nun ja, wenigstens Stillstand kann man der Band nicht vorwerfen.

    Dirk hat gesagt…

    Heute ein Blick auf das „80er-Revival“:

    Ich weiß gar nicht, wie Volker (an anderer Stelle geäußert) auf die Idee kommt, ich würde hierfür 5,5 Punkte verteilen?! Das ist qualitativ meilenweit von ihrer B-Seiten-Sammlung „Sawdust“ entfernt. Da coverten sie noch Joy Division und musizierten mit Lou Reed!
    Und jetzt? Euro-Trash, bei dem mir genau so schlecht wird, wie beim Blick aufs Plattencover.

    3 Punkte

    Christoph hat gesagt…

    Ich habe es immer noch nicht gehört. Aber die Scheußlichkeit der Single wird stark relativiert, wenn man sich die PR Fotos der Band ansieht. Dagegen ist Human geschmackvoll :-)

    Olly Golightly hat gesagt…

    Stuart Price war eigentlich die perfekte Wahl: schließlich waren die Thin White Duke-Remixe auch immer großartig. Aber man sollte den Killers (und Stuart Price) mal sagen, dass Saxophone gar nicht gehen. Die einzigen, die das dürfen sind Roxy Music. Und doch. 7 Punkte.

    Dennis hat gesagt…

    4

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)