Tilly And The Wall - O




7 Tage - 7 Platten: Donnerstag

Nach The Faint eine weitere Neuvorstellung aus Omaha, Nebraska mit Bright Eyes- und Saddle Greek-Verbindung: Tilly & The Wall werden von Mike Mogis produziert und veröffentlichen auf Team Love Records, dem Label von Conor Oberst.

Legt man das neue Album von Tilly & The Wall in den CD-Player und drückt auf Start, so ist man erst einmal überrascht. Im ruhigen Opener „Tall Tall Grass“ sind zunächst nur Stimme, Akustikgitarre und Piano zu hören, bis der Song plötzlich mit einer verzerrten E-Gitarre versetzt wird. Beim nachfolgenden Stück „Pot Kettle Black“ wird es noch turbulenter, denn plötzlich wird in bester Riot-Girls-Marnier losgerockt. Erst ab Song Nummer 3 sind die typischen Rhythmen der Band zu vernehmen (bekanntlich gibt es kein Schlagzeug, sondern es wird gesteppt!), findet das Quintett zu seinem bekannten und geschätzten Indiepop.
Um sich auf ihrem dritten Album nicht zu wiederholen, werden einige neue Elemente eingebaut: So wird zum Beispiel „Cacophony“ mit Trompete und Saxophon unterlegt, in „I Find You“ erklingen jazzige Bläser und am Ende dürfen in „Too Excited“ noch einmal die Gitarren aufgedreht, das Tempo angezogen und im Chor gesungen werden. Der elektronische Indie-Happy-Pop der Vorab-Single „Beat Control“ schaffte es jedoch nicht aufs Album.




„Beat Control“ Video

Despite the evolution of their sound, Tilly and the Wall haven't forgotten about what made them appealing in the first place: bright co-ed harmonies, rousing choruses, and their overall open-hearted good nature.
(Pitchfork Media)


Eigentlich trägt das Album keinen Titel. „O“ bezieht sich auf den oval ausgeschnittenen Rahmen im Digipack des Albums, dem jeweils verschiedene, handgemachte Drucke unterschiedlicher Künstler beigelegt sind. Bei mir handelt es sich um Nummer 629 von 1000 (ein schwarz-weißes Portrait der Band, in dem deren Gesichter in allen Regenbogenfarben leuchten) von einem gewissen Cody.


Tilly and the Wall stick with their signature combination of half-shouted words and harmony vocals. But the group also breaks new ground with punk rock riffs and percussion that well surpasses the standard of tambourines and Jamie Pressnall's tap dancing.
(Billboard)




„Pot Kettle Black“ Video, MP3

„Cacophony“ MP3

Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Stillstand ist Rückschritt, also ist dieses Album wohl ein Fortschritt.

7,5 Punkte

Ingo hat gesagt…

Teilweise etwas anstrengend, aber trotzden hörenswert. 6 Punkte