• Scritti Politti - White Bread Black Beer













    synthetischer, künstlicher geht’s wohl nimmer mehr. sphärige wellenberge wären enorme auswüchse, die, sollten sie als idee jemals gedacht worden sein, hier allenfalls für spürbare bewegung am strand sorgten. die drums entspringen, vielmehr fallen versatzweise aus dem computer, der bass fügt sich wohlwollend, streckenweise wenigstens spürbar ein, instrumente, die der gestalterischen vielfalt geschuldet wurden, sind eine lässig geführte e-gitarre, deren herkunft unbekannt bleibt sowie klavier, piano, synthi und dessen unermesslicher spielraum, da er an ein spinett erinnernd klingen oder für wesentliche effekte sorgen darf. diese in der aufzählung schon fast enorme pluralität tritt angesichts des realisierten sounds in den hintergrund, da der gesang, die stimme regiert. sie formt nicht nur die noten, sondern auch deren bindung untereinander, ihren verputz, ihre ausstattung, ihr leben, sein und vergehen. eine stimme, die sich variabel, hell und existent, farbig und komplett präsentiert. ihre freizügigkeit und umfassende präsenz verdankt sie neben technischer finesse vor allem aber hervorragendem songmaterial, wunderbaren melodien, die sich zumeist nicht unmittelbar erschließen, sondern aufgrund fremder wendungen der erschließung bedürfen. meint man dann halbwegs souverän auf dieses album zugehen zu können, greift es nach dem gefühl, der sucht nach harmonie, mit der man auf „white bread black beer“ ausreichend versorgt wird.
    ich kann nicht endgültig stellung beziehen. letztlich bleibt ein gesamtbild von 7 punkten & recht unterschiedlich zu beurteilende lieder zwischen gut bis ausgezeichnet.
    abschließend kann man es ein gitarrenalbum nennen, synthipop (wozu ich verwegen neige) oder aber schlicht ein popalbum. es ist sehr rein, poliert. es stößt sich nirgends, weil es die passende form gefunden hat. neben dem spaß an der suche nach der unmenge an pophistorischen verweisen, sollte man auch auf die texte achten.
  • 3 Kommentare:

    Volker hat gesagt…

    durchweg gefällige Melodien, leider keine wirklich memorablen.
    Am nächsten dran "After six".
    Und weils mich dann manchmal sogar irgendwie ein wenig an The Lilac Time oder auch Prefab Sprout erinnert gibts - obwohl wenig hängengeblieben ist - 6 Punkte

    Carsten hat gesagt…

    Wunderbares Album eines meiner 80er Jahre Helden: 8 Punkte.

    E. hat gesagt…

    7 punkte

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)