Andrew Bird lotet die Grenzen des Pop aus, bietet Streicher und Bläser auf und bringt osteuropäische Folklore und eine Prise Country in seine Musik ein („Effigy“). So klingt das ganze eingängiger als je zuvor und erinnert schon mal an Paul Simon („Tenuousness“), Sufjan Stevens oder die aktuell hoch gelobten Fleet Foxes. Elektronischen Spielereien („Masterswarm“, „Not A Robot, But A Ghost“) lassen an Radiohead denken.
Je nach Land und Auflage (limitiertes Doppel-CD-Set namens „Useless Creatures“ mit 9 weiteren Songs) variieren die Cover.
Zu entrückt, weltfern, lyrisch kryptisch klingt das, was wir hier geboten bekommen - lieblich anzuhören ist dieser bestimmt nicht lupenreine Folkopop aber allemal. Bird flirtet gern mal mit Rock, Country oder lateinamerikanischen Rhythmen. Nebst Gitarre, Violine und Glockenspiel kommen auch immer wieder des Künstlers zarte Lippen zum Einsatz.
Zuweilen erinnert Birds Stimme dabei an den großen Townes Van Zandt, ohne dass er freilich dessen traurige Schwere erreicht. Im Fahrwasser der Fleet Foxes aber, von Künstlern wie Peter Broderick oder Josh Tillman, dürfte Andrew Bird mit dieser wunderbar entspannten Platte endlich mehr Aufmerksamkeit zuteil werden als bisher. Gut so!
(laut.de)
„Fitz And The Dizzyspells“ Video
Andrew Bird in Deutschland:
05.05.09 Hamburg, Übel & Gefährlich
06.05.09 Berlin, Admiralspalast

Bevor es zum Haldern Festival geht, versuche ich noch schnell alle Alben aus diesem Jahr, die bereits vorliegen (es folgen noch Athlete, Port O’Brien, Noah and the Whale), zu bewerten.
Gut gemacht, Herr Vogel.
6,5 Punkte
Ich komme aktuell kaum nach. Versuche aber aufzuholen!
Andrew Bird macht ein fabelhaftes Album nach dem anderen. Wann haut er mich auch live mal so richtig um?
-7,5- Punkte