The Flaming Lips - Oczy Mlody






















Ich fragte mich schon häufig, woher die Flaming Lips ihre Inspiration für ihre Musik, Videos und Bühnenauftritte nehmen. Hier die Beweisstücke 1 bis 3.

1. Das Video zu "How??":


2. Das Video zu "Sunrise (eyes of the young)":


3. "The castle" live:


Erschwerend kommt hinzu, dass die Band um Wayne Coyne in letzter Zeit wiederholt mir Miley Cyrus musizierte. Vielleicht liegt es am Wasser oder der Luft in Oklahoma City? 

Zumindest für das 14. Album "Oczy Mlody" gibt die Band den Anstifter bekannt: Wayne Coyne fiel eine polnische Übersetzung von Erskine Caldwells Novelle "Close to home" und die Hand und einige der Worte gefielen ihm so gut, dass er dem Buch Albumtitel und Inspiration für Songs entnahm. 

Wenn sich eine kreative Band wie die Flaming Lips von polnischen Worten inspirieren lassen, klingt das Ergebnis nicht wesentlich anders als ein Ritt durch ihre letzten Alben mit Fokus auf sphärische, psychedelische und elektronische Klänge.

Plattentests.de vergleicht mit dem 2002er Album "Yoshimi battles the pink robots":
Es passt zum Rest dieses wundersamen Albums, das ohnehin auch dank der steten Erinnerungen an Yoshimi wie ein erneutes Zusammenfinden klingt. Das sehnsüchtige Flehen in "How??", der verträumte Blick zurück in "The castle" und vor allem das trotz aller elektronischen Künstlichkeit herzenswarme "Almost home (Blisko domu)" – all das macht "Oczy mlody" zum intimsten, nahbarsten Album der Flaming Lips seit, ja, "Yoshimi battles the pink robots". Der Kreis schließt sich: Nicht nur das Mädchen von einst ist zurück, sondern auch die Band von damals, zumindest für einen Moment. Und zwar genau dann, als man sie am meisten brauchte – ohne es zu wissen.

"How??", "Nigdy nie (never no)" (allein schon wegen der Bässe nach gut zwei Minute) und "Do glowy" sind meine Favoriten auf diesem in jeder Hinsicht bunten Album. Die unvermeidliche Miley Cyrus ist auch wieder dabei, aber auf "We a family" stört ihre Stimme nicht weiter. In seiner Gesamtheit ist "Oczy Mlody" eine ausgewogene Mischung aus Herausforderung und schmeichelnden Klängen für den Hörer.

Am 24.01. wird die Band in Berlin auftreten.

Kommentare:

Olly Golightly hat gesagt…

5,5 Punkte

Volker hat gesagt…

Ich habe da viel mehr Hinwendung zur Yoshimi/Bulletin Zeit erhofft. Ja es ist nicht mehr ganz so experimentell/psychedelisch/chaotisch wie auf den letzten Alben, aber für einen ernsthaften Vergleich mit ihren Glanzzeiten fehlen hier einfach die tollen Songs und memorablen Melodien.

5,5

Das Jahr beginnt für mich und Oliver in großem Konsens. Mal sehen, wie lang das anhält.

Dirk hat gesagt…

Vor der Veröffentlichung las ich von Vergleichen mit "Soft Bulletin". Warum??

5,5 Punkte (ohne bei den anderen Richtern abgeschaut zu haben)

Ingo hat gesagt…

Na gut. 5,5 Punkte