• Lord Cut-Glass - Lord Cut-Glass




    Alun Woodward, Schotte, war früher einer der Köpfe hinter den Delgados und Mitbegründer des Chemikal Underground Labels.
    Während seine ehemalige Partnerin Emma Pollock mit „Watch The Fireworks" bereits 2007 ein qualitativ nicht berauschendes und soundmäßig etwas eindimensionales Soloalbum veröffentlichte, verbirgt sich Woodward auf seinem ersten Alleingang hinter dem nach einem Stück von Dylan Thomas benannten Pseudonym Lord Cut-Glass.
    Bei den Delgados waren es vor allem die Titel, bei denen die beiden gesanglich harmonisierten, die mich überzeugen konnten, umso überraschender, dass „Lord Cut-Glass" eine prächtige Platte geworden ist: vielseitig zwischen Folkpop und Piano-Balladen schwebend, verschroben mit zahlreichen Soundideen ausgestattet und großartig orchestriert, wie zu opulentesten Delgados-Zeiten.
    Da wurden die 4 Jahre, die seit der Trennung der Delgados vergangen sind, sinnvoll genutzt! Ach, und beim nächsten Mal wieder gerne mit Emma Pollock, das wäre noch schöner.


    Das Spektrum reicht vom liebenswerten Kleinod mit dem niedlichen Titel „Holy Fuck", geht über die schöne vollakustische Ballade „A Pulse" bis zum dagegen pompös wirkenden „Big Time Teddy". Dabei sorgen immer wieder gut gesetzte Rhythmuswechsel für eine frische Unberechenbarkeit. Folkloristische Elemente schließlich verleihen den Songs eine angenehm prägende Note und runden den positiven Gesamteindruck ab.
    (westzeit.de)






    „Look After Your Wife" Video


    Die Musik zu so viel bösem Blutvergießen ist von vornherein auf offensichtliche Kontraste angelegt: lieblich, tapsig und verspielt. "Even Jesus couldn't love you" mauert sich zwischen schwungvollem Aufgalopp und Gesamtschul-Musical für Decemberists-Fans ein. "Big time Teddy" sucht seine Wahrheiten unter Kinderliedmelodie, Glockenspiel, Marschgetrommel und Rummelplatzmusik hervor. "A pulse" phantasiert sich von seiner Bettkante aus ein halbes Orchester herbei. Und "Be careful what you wish for" tarnt sich lange als Klavier-Ballade, bevor auch diesem Song noch die Streicher am Morgenmantel hochkriechen. Woodward sucht zwischen all diesen Optionen noch nach Stimme und Stoßrichtung, probiert sich als Brass-Band-Direktor und Belle-&-Sebastian-Soundalike aus. So sehr er im Lord-Cut-Glass-Kostüm aber noch am Anfang stehen mag - seine Feinde sollten besser schon mal den Hemdkragen hochkrempeln.
    (plattentests.de)
  • 1 Kommentare:

    Dirk hat gesagt…

    Das Album sei wirklich jedem Fan der Delgados ans Herz gelegt.

    7 Punkte

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)