• Montt Mardié - Skaizerkite





    Schwedenwoche (Söndag)

    Auf unserem letzten Mixtape überraschte Oliver mit einem (wohl nicht nur) mir unbekannten Namen: Montt Mardié.
    Da ist es an der Zeit Abhilfe zu schaffen...

    Hinter Montt Mardié verbirgt sich der 25jährige, aus Stockholm stammende Singer/Songwriter, Multiinstrumentalist und Komponist David Olof Peter Palmar. Nach den nur in seinem Heimatland erschienenen Alben „Drama“ (2005) und „Clocks/Pretender“ (2007) veröffentlichte er dieses Jahr für den englischen Markt „Introducing... The Best Of“, eine auf den beiden ersten Platten beruhende Zusammenstellung mit neu aufgenommenen Songs. Zudem wurden auf „Skaizerkite“ 12 neue Songs herausgebracht.





    „Dancing Shoes“ Video


    „Skaizerkite“ besticht durch tolle Uptempo-Songs, wie das von Streichern dominierte „Last Year In Marienbad“ und „Welcome To Stalingrad“, das durch seine Bläser irgendwo zwischen Jens Lekmans „You Are The Light“ und einem zeitlosen Grand Prix-Beitrag anzusiedeln ist. Palmer beweist jedoch, dass er es auch als Singer/Songwriter mit schlichten Arrangements (nur Piano in „A Wedding In June“ und mit der akustischen Gitarre bei „Elisabeth By The Piano“) überzeugen kann. Nur die beiden Songs mit den Wortdopplungen im Titel können nicht voll überzeugen, weder das swingende „Bang Bang“, noch „Click Click“ mit seinem ständigen Kameraklicken, von dem ich eigentlich dachte, dass es seit Jean-Michel Jarre gesetzlich verboten sei.
    Das absolute Highlight verbirgt sich fast ganz am Ende: Zu akustischer Gitarre und Glöckchen singt Palmer in "Dungeons And Dragons" einen wundervollen, weil ach so wahren Text über Frauen und Männer: Sie liest gern Wittgenstein und geht ins Museum für Moderne Kunst, er gibt dies ebenfalls vor, um sie zu begeistern und nicht wieder zu verlieren, obwohl die Wahrheit so aussieht:

    I still play Dungeons and Dragons, baby
    I can’t stop thinking about Star Wars, baby

    and if you wanna be with me, you’re gonna have to get used to

    that I don’t say „Goodbye“, I say „May the Force be with you“



    A lively, sweet and jumpy pop, without the gloss of Hollywood, European-style easy. The vocals at times do smell of Robert Smith of the Cure, but in general the music is so much lighter than that of the British band. In the best style of the Swedish Hybris label, Skaizerkite is filled with sunlight and happiness. Montt Mardié puts these into rhythms and melodies, only at times breaking in romantic ballads, like A Wedding in June - with Andreas Mattsson. Another featuring brings up Hanna Lovisa on Unknown Pleasures. Both collaborations are not first-timers with Montt Mardié, adding a drop of variety to the album.

    Overall, the album is very youthful and romantic. The music is best for small discos or weekend hanging out with friends. On the opener Welcome to Stalingrad, he mentions Douglas Coupland, and one of my favorites is Elisabeth by the Piano. Although it’s quite hard to choose the favorites here, all these strings and horns and 80s style have something subtle and shiny. Simple and beautiful, always cheering up.
    (readandlisten.net)


    Hier ist noch Montt Mardiés Antwort zum Pirate Bay-Prozess unter dem Motto „We’re All The Pirate Bay“:




    „We’re All The Pirate Bay“ Video
  • 11 Kommentare:

    Christoph hat gesagt…

    Von Montt Mardié gibt es auch eine ganz extrem tolle Coverversion von Umbrella (Paraply). Hier:

    http://www.youtube.com/watch?gl=DE&hl=de&v=tX_KV7SvDCI

    lego hat gesagt…

    leider ein ziemlich enttäuschendes album nach dem meisterwerk.


    (im übrigen schade, dass ihr nicht Sam Isaac rezensiert habt dieses jahr. bitte reinhören. ich würds ja gern woanders kundtun, aber ich weiß nicht wo)

    lego hat gesagt…

    noch was:
    der herr heißt nicht palmer, sondern pagmar.

    Dirk hat gesagt…

    Danke für den Hinweis, ich habe den Namen korrigiert.

    Wenn du möchtest, kannst du Herrn Isaac gerne hier vorstellen...
    Ansonsten: Danke für den Tipp!

    Volker hat gesagt…

    Hey ich hab doch schon vor Jahren für "Drama" und vor allem die Single "Highschool Drama" geworben (oder war das bei Olk?), naja das album danach "Clocks/Pretender" war dann eine ziemliche Enttäuschung. Deswegen hatte ich die Band auch gar nicht mehr auf dem Schirm. Bei der nächsten großen Hörprobenlieferung von Dirk wird sich das sicher ändern ;-)

    Christoph hat gesagt…

    "lego" ist ein Name, der mir irgendwie sehr gefällt.

    lego hat gesagt…

    clocks/pretender war für mich hingegen ein ganz großes ding. wunderbarstes songwriting.

    (ich hab das plattenrezensieren vor einiger zeit aufgegeben. ich freu mich lediglich, wenn ich mal sehe, dass bestimmte scheiben nicht komplett untergehen.
    die "new rhodes" ist übrigens auch ne wahre perle :))

    Olly Golightly hat gesagt…

    Volker, bei mir hast Du auf jeden Fall für Drama geworben. Das aktuelle Album bekommt von mir leider nicht mehr als 6 Punkte.

    U. hat gesagt…

    Dirk, den Hinweis zum "ach so wahren Text über Frauen und Männer" lese ich ja jetzt erst!
    Nun gut, noch ist ja Zeit, dann gebe ich die bereits für Weihnachten gekaufte Wittgenstein-Gesamtausgabe eben zurück und kaufe Dir stattdessen so etwas.

    Dirk hat gesagt…

    Juuuuchuuuuuuuu!

    Dirk hat gesagt…

    Aus Unkenntnis kann ich zum Vorgänger nichts sagen, „Skaizerkite“ erhält aber

    7,5 Punkte

    Die 10 besten Alben von Prince

    10. Lovesexy (1988)
    9. Diamonds And Pearls (1991)
    8. 3121 (2006)
    7. 1999 (1982)
    6. The Gold Experience (1995)
    5. Dirty Mind (1980)
    4. Sign O' The Times (1987)
    3. Parade (1986)
    2. Purple Rain (1984)
    1. Around The World In A Day (1985)

    (ausgewählt von Volker)