• The Soundtrack Of Our Lives - Communion




    “Better than anything that's been out in the last six years...That Soundtrack Of Our Lives album, that’s mega!”
    (Noel Gallagher über „Behind The Music“)


    Wenn Noel Gallagher eine andere Band lobt (TSOOL sind nach Noels Auffassung gar die beste Band der Welt!), dann kann man davon ausgehen, dass deren Musik Retro-Rock britischer Prägung ist, wie ihn Oasis selbst in ihren schwachen Momenten noch locker aus dem Ärmel schütteln, und dass die Songs so klingen, als seien die Entwürfe aus Noels Papierkorb stibitzt worden.

    „Communion“, das mittlerweile fünfte Album von The Soundtrack Of Our Lives bietet Retro-Rock britischer Prägung, wie ihn Oasis selbst in ihren schwachen Momenten noch locker aus dem Ärmel schütteln, und die Songs klingen so, als seien die Entwürfe aus Noels Papierkorb stibitzt worden. Das Ganze gibt es dann gleich in doppeltem Umfang mit 24 Song und annähernd Musik in Spielfilmlänge.
    Communion“ wird nun endlich auch in Deutschland über Haldern Pop veröffentlicht und so verwundert es auch nur wenig, dass sie bei den aktuellen Bestätigungen für das Haldern Festival auftauchen.

    Wenn Oasis der Mount Everest und Kasabian der Mount Fuji sind, dann bleibt für The Soundtrack Of Our Lives immerhin noch der Kebnekaise, der mit 2.111 Metern höchste Berg Schwedens.

    Darum behaupte ich einfach mal, dass TSOOL mit "Communion" das beste Album ihrer 15-jährigen Karriere aufgenommen haben. Natürlich hat sich am Sound nicht viel geändert, warum auch. Seit die Band aus der Asche der Union Carbide Productions entstiegen ist, gab es jedoch noch keinen Moment, in dem die lustigen Drogenfresser beim hemmungslosen Zitieren ihrer Helden ähnlich fokussiert und beieinander klangen.
    Aber das ist auch nicht wirklich der Grund, warum "Communion" so viel besser ist als sein Vorgänger "Origin Vol. 1" der Grund findet sich in der Länge: Das Doppelte ist einfach doppelt so gut. So einfach ist das bei den Schweden.
    (intro.de)





    „Flipside“ Video


    Dennoch weist "Communion" eine für ein Doppelalbum vernachlässigenswerte Zahl an schwachen Momenten auf. Lediglich "Reconnecting The Dots" oder "Saturation Wanderers" mögen etwas ziellos erscheinen. Dass sie beide auf der zweiten CD zu finden sind, ist reiner Zufall.

    Die Höhepunkte sind gerecht verteilt: Auf der ersten Scheibe glänzen "Distorted Child" mit seinem fürstlichen 60s Beat-Riff und die sich mit Cemablo-Crescendo zu einem hymnischen Ende aufschwingende Ballade "Second Life Replay". "Mensa's Marauders" dürfte mit seinen verzerrten Gitarren, dem hyperaktivem Gesang und schönem 70er Rock-Leadriff einer der Songs gewesen, zu dem Jack Black beim TSOOL-Auftritt in Los Angeles kürzlich seinen Nacken massierte.

    Auf der etwas ruhiger geraten zweiten Hälfte findet sich mit "Flipside" die von der Band gewählte Single, die gegen das ebenfalls akustische Popstück "Lost Prophets In Vein" aber Federn lässt. Auf dem wunderschönen "Songs Of The Ocean" klingen sie schließlich nicht nur anhand von Textzeilen wie "Here we are / floating again" wie eine kalifornisch-stämmige Surferband.

    Auf Vinyl erscheint das Doppelalbum selbstverständlich auch. In giftgrüner Farbe, passend zum Fitness-Drink auf dem Cover. Wenn da mal kein ausgeklügeltes Marketing-Konzept dahinter steckt ...
    (laut.de)





    „Thrill Me“ TV-Auftritt
  • 3 Kommentare:

    oliver r. hat gesagt…

    Die Vergleiche mit den Bergen hinken ein wenig, denn The Soundtrack Of Our Lives sind natürlich deutlich besser als z.B. Kasabian, die nicht höher einzustufen sind als der Ben Nevis in Schottland, der mit 1344 Metern der höchste Berg des Vereinigten Königreiches ist. The Soundtrack Of Our Lives sind mindestens auf der Höhe des Mont Blanc,der immerhin 4810 Meter in den Himmel ragt.

    Oasis? Was ist der höchste Berg im Westerwald? ;-) lol, lol, lol

    Dirk hat gesagt…

    Ich will gar nicht abstreiten, dass einige Titel recht gut sind (irgendwas müssen alle anderen ja an TSOOL finden), aber 70er Jahre Rock ist einfach nicht so mein Ding.

    6 Punkte

    Ingo hat gesagt…

    Oasis oder die Reste sollen solch ein Album erst einmal wieder vorlegen. Bis dahin bin ich mit TSOOL durchaus glücklich. 7,5 Punkte

    Die 10 besten Alben von Nick Cave And The Bad Seeds

    10. Murder Ballads (1996)
    9. Let Love In (1994)
    8. The Boatman's Call (1997)
    7. Skeleton Tree (2016)
    6. Henry's Dream (1992)
    5. Tender Prey (1988)
    4. Push The Sky Away (2013)
    3. Abattoir Blues / The Lyre Of Orpheus (2004)
    2. No More Shall We Part (2001)
    1. The Good Son (1992)

    (ausgewählt von Dirk)