• Okkervil River - The Stage Names



    Mit dem Album “Black Sheep Boy” (Platz 13 der Platten vor Gericht-Charts 2005) und der Single “For real” gelangten Okkervil River recht weit nach oben auf meiner Liste der verheißungsvollen nächsten Alben. Viele bei Platten vor Gericht haben schon die Angst beschrieben, die jemanden ereilen kann, wenn er dann tatsächlich das neue Album vor sich hat. Ich habe in einer Kritik zu dem neuen Album eine m. E. treffende Beschreibung dieser Situation gefunden:

    It’s like telling Michaelangelo, as he downs a PBR after finishing the Sistine Chapel, “Hey dude, there’s this other church a few clicks up the road. Could you bust over there and splash a little magnum opus on their ceiling, too?”
    www.filter-mag.com

    Greifen wir mal Dirks „Judging by covers“-Idee auf: Man könnte beim Vergleich von „Black Sheep Boy“ mit „The Stage Names“ durchaus auf die Idee kommen, dass sich da etwas geändert hat. Und in der Tat, während “Black Sheep Boy” aus den Tiefen schöpfte, kommt das aktuelle Werk musikalisch (die Lyrics merken davon nicht viel) regelrecht „lebensbejahend“ daher.

    With their newest release, The Stage Names, Okkervil River dynamite the walls of Black Sheep Boy's gothic, moss-walled castle from the inside to let in the glaring sun. Where Black Sheep Boy presented a fairytale of dark babbling streams and high distant towers, The Stage Names ¨takes place in an unmistakably modern world, where snowy televisions blast into cheap hotels the spectral images of soap stars endlessly betraying each other, where losers in late-night bars languish to the beat of their favorite songs, where broken-down actresses place their final cell calls from lonely mansions high in the hills.
    www.jagjaguwar.com

    “The Stage Names” wurde sowohl von “Visions” als auch “Musikexpess” zur Platte des Monats gekürt. Entscheidet selbst, ob es sich um einen Hype handelt oder Michaelangelo sein nächstes Meisterwerk produziert hat.

    Wer noch mehr lesen möchte, kann sich der “Track by track” Analyse des Sängers Will Sheff widmen. Das Album wird als Stream auf Myspace angeboten.

  • 4 Kommentare:

    Ingo hat gesagt…

    Sehr schön für lange Überlandfahrten. 7 Punkte

    Volker hat gesagt…

    war ja nach dem grandiosen Vorgänger anfangs etwas enttäuscht, vor allem wegen des etwas ungewohnt peppigen Beginns (die ersten dre Songs), aber die Platte wächst und wächst und wächst
    Und "John Allyn Smith" am Ende mit der "Sloop John B"-Reminiszenz gehört zum ergreifendsten, das das Jahr 2007 bisher vorgebracht hat

    8,5 Punkte

    Dirk hat gesagt…

    Der Vorgänger hat mich mehr berührt, daher ziehe ich im direkten Vergleich ein wenig ab.

    7,5 Punkte

    Ingo hat gesagt…

    Auch mir gefiel der Vorgänger besser. 8 Punkte

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)