Gigi - Maintenant
















Wer?
Hinter Gigi stecken nicht nur der Songwriter Nich Krgovic (No Kids, P:ano) und der Produzent und Toningenieur Colin Stewart (Black Mountain, Destroyer), sondern auch eine lang, lange Liste an Gastsängern und -musikern, die zahlreiche Streich- und Blasinstrumente ins Studio schleppen mussten.

Woher?
Diese Gigi sind nicht die gleichnamige, indonesische Poprock-Band oder der äthiopische Sänger, sondern ein in Vancouver, Kanada beheimatetes Projekt.

Wie viel?
"Maintenant" ist das Debütalbum, das bereits über Tomlab veröffentlicht wurde.

Was?
Stewart erstand 2005 zwei altmodische Hallgeräte, wollte sie entsprechend nutzen und fragte den ihm bekannten Songwriter Krgovic, ob er in diesem Sinne klassische Songs im Phil Spector-Stil und der Brill Building-Tradition beisteuern könne. Konnte er.
Im Verlauf der nächsten 3 Jahre fanden zahlreiche Aufnahmen mit Backroundchören, Flöten, Bläsern, Orgeln, Mandolinen, Glockenspielen, Streichern und Gastsängern (u.a. Owen Pallett von Final Fantasy, Zac Pennigton von den Parenthetical Girls, Mirah) im Hive Studio statt, die den Geist des 60er Jahre-Pops ein-, Retro-Flair ausatmen und nun als "Maintenant" veröffentlicht wurden.

Wie?
Doch der Aufwand und der Kauf zweier alter Plattenhallgeräte haben sich gelohnt. Neben Gesangsbeiträgen von Owen Pallett (ehemals Final Fantasy), Karl Blau und Zac Pennington (Parenthetical Girls), sind es vor allem die hinreißenden Chorgesänge von Gastsängerinnen wie Mirah, Katie Eastburn (Young People) oder Rose Melberg, die den Geist jener verflossenen goldenen Ära am besten wiederaufleben lassen. Bei all den harmoniengetränkten Melodien und dionysischem Überschwang – wie er in seiner Urform wohl nur in einem von Idealismus geprägten Jahrzehnt wie den Swinging Sixties stattgefunden haben kann – schleicht sich unter Umständen schon einmal schnell ein leichtes Gefühl des Überdrusses ein. Um diese zelebrierte Popfröhlichkeit also nicht allzu sehr auf die Spitze zu treiben, trumpft das Album mit herrlich wehmütigen Texten auf. Songtitel wie “Alone At The Pier” oder “I Can’t Bring Myself To Smile” verraten es schon. Nahezu alle Stücke handeln von Liebeskummer oder Einsamkeit. Oder um es mit den paradoxen Worten der Band zu formulieren „I love you so much I can’t stand it.“ So schön wurde den 60er Jahren schon lange nicht mehr Tribut gezollt. Phil Spector hätt’s gefallen.
(taz.de)


Wo?
Weitere Informationen findet man auf der MySpace-Seite von Gigi.

Hier "The Marquee" und "The Hundredth Time" als Hörproben:








Welche?
CD, Downlaod, Vinyl - alles, soviel ich weiß, ohne Schnickschnack.

Wann?
Ein Projekt mit annähernd 50 Gastmusikern - da ist eine Tournee nur schwer auf die Beine zu stellen...

Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Verliert leider recht schnell seinen Reiz.

5 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

7 Punkte