• The Leisure Society - The Sleeper
















    Vielleicht funktioniert es für The Leisure Society im zweiten Anlauf. Ihr Debütalbum wurde bereits im Frühjahr auf dem Indielabel Willkommen Records veröffentlicht, aber außerhalb Großbritanniens nicht besonders beachtet, obwohl die Band um Nick Hemming als Englands Antwort auf Kritiker-Lieblinge wie Grizzly Bear oder Fleet Foxes bezeichnet wurde. Für ihre erste Single „The Last Of The Melting Snow" gab es sogar eine Nominierung für den Ivor Novello Award und Brian Eno outete sich als großer Fan ("The only other thing I've been listening to lately with enthusiasm, such a beautiful album").

    Nun wird "The Sleeper" zusammen mit der „A Product Of The Ego Drain" EP erneut über Full Time Hobby veröffentlicht, der Musikexpress zieht Vergleiche zu Sufjan Stevens, Love und Midlake, zählt das Album zu den 50 besten Platten des Jahres und wer noch einen Platz in seinen persönlichen Jahrescharts frei hat, sollte vielleicht The Leisure Society sein Ohr leihen.


    Jeder Glockenschlag, jede Banjomelodie ist genau richtig, hier wird nirgends auf die Tränendrüse gedrückt. Hier ist Melancholie eine Tugend, die es schafft aus folkigen Miniaturen mit Hilfe von symphonischen Elementen epische Songs entstehen zu lassen. "The Sleeper" ist wie ein Soundtrack zu einer Liebesgeschichte, deren Ende offen ist.
    (br-online.de)





    „The Last Of The Melting Snow" Video


    The Leisure Society gelingt eine beeindruckende Opulenz, die jedoch nie von Kronleuchtern, sondern immer von Kerzenschein erleuchtet wird. Dabei präsentiert sich das Septett als ebenso stilsicher wie traditionsbewusst: "A short weekend begins with longing" ist ein Großcousin von Harry Nilssons "Everybody's talking" und gönnt sich auch noch eine Wahlverwandtschaft mit "Mrs. Robinson", während das filmisch anmutende "We were wasted" Nick Drakes "River man" die Ehre erweist. Baden geht Songwriter Hemming mit seiner Referenzfreundlichkeit aber keineswegs - dafür ist er viel zu talentiert. Jedes seiner Lieder ist ein Unikat, auch wenn die Arrangements auf Albumlänge noch einen winzigen Hauch mehr Vielfalt vertragen hätten. Am interessantesten ist die Begleitung zu "The darkest place I know": Kalimba, Ukulele, Glockenspiel. Noch mehr ins Ohr gehen allerdings "Save it for someone who cares" und "A matter of time", zwei wahrlich grandiose 60s-Pop-Perlen. "Here's another name to add to your collection / She lacks in desire what I lack in direction", singt Hemming da. Glatt gelogen. Er weiß nämlich sehr gut, wo's langgeht - und zwar mit traumwandlerischer Sicherheit.
    (plattentests.de)





    „Short Weekend" Live-Video
  • 1 Kommentare:

    Oliver Peel hat gesagt…

    Schöne Vorstellung! Live bereits gesehen, Album mehrfach gehört und für sehr gut befunden.

    -8- Punkte

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)