• Stephen Duffy & The Lilac Time - Runout Groove




    Unglaublicher Weise wurde hier das letztjährige Album von Stephen Duffy und seiner Band The Lilac Time unter den Tisch gekehrt. „Runout Groove“ ist das achte reguläre Album der Band in den letzten 20 Jahren, das Freunden zeitloser Popmusik empfohlen werden kann. Mittlerweile ist auch der gesamte Backkatalog von The Lilac Time, jeweils versehen mit zusätzlichen Liedern, wieder käuflich zu erwerben.

    Zwölf wohlklingende Lieder versammeln sich hier in einem Beet voller Sehnsucht und Träumerei. Den Hang zur düsteren, intensiven Trauer bewies er schon auf den Vorgängeralben. Vielleicht erinnert ihr euch noch an „Keep Going“ von 2003 und die tiefgründigen Zeilen: "If you're the answer than love is like cancer". (...)
    Stephen verbringt seine Zeit also doch nicht nur mit bösen Dämonen im Keller, sondern lässt auch gerne die Sonne rein. Solches Songmaterial ist ganz einfach brillant und spricht mit seiner nostalgischen Verpackung emotional direkt das Gemüt an.
    (laut.de)

    Wer sich wundert, warum The Lilac Time in zwei Jahrzehnten scheinbar reichlich unproduktiv waren, darf nicht vergessen, dass Stephen Duffy in den frühen 80ern Gründungsmitglied von Duran Duran war, als Tin Tin mit „Kiss Me“ 1985 einen Hit hatte, zwischendurch mit Nigel Kennedy („Music In Colours“) bzw. Nick Rhodes (als The Devils) zusammenarbeitete, weitere Soloalben veröffentlichte und in den letzten Jahren als Co-Writer von Robbie Williams („Intensive Care“ und „Rudebox“) sogar zu etwas Ruhm und Geld kam.

    So kann sich Stephen Duffy auf dem stillen, sehr ausgeglichenen, harmonischen und von akustischen Instrumenten dominierten Runout Groove seiner Liebe, dem Folk und Helden wie Nick Drake, Pentangle oder Townes Van Zandt widmen. Die intensive Zeit, die Duffy mit Williams in Los Angeles verbrachte, ist hier als Einfluss hörbar, denn immer wieder bringen sanfte Slide-Gitarrenriffs einen Hauch von amerikanischem Country in die sparsam arrangierten Songs ein. Ihnen schenkt der Gründer von The Lilac Time seine melancholische Stimme, die selbst dann nicht aus der Reserve kommt, wenn das Schlagzeug mal das Tempo anzieht. Ihm ist wirklich ein schönes Album gelungen, das jede Form von Pop-Hysterie ignoriert und selber nicht ignoriert werden sollte.
    (amazon.de)




    „Driving Somewhere“ Video (The Lilac Time, 2007)



    „Natalie“ (Stephen Duffy, 1993)



    „All For Love & Love For All“ (The Lilac Time, 1990)



    „Kiss Me“ (Stephen „Tin Tin“ Duffy, 1985)
  • 3 Kommentare:

    Volker hat gesagt…

    sehr schön
    Stephen Duffy kann immer jede Werbung gebrauchen....

    Ingo hat gesagt…

    Teilweise etwas zu belanglos für meinen Geschmack. 5,5 Punkte

    Dirk hat gesagt…

    Schön, aber ich habe mir dennoch mehr versprochen und schon deutlich besseres von Mr. Duffy vernommen.

    6 Punkte

    Die 10 besten Alben von Prince

    10. Lovesexy (1988)
    9. Diamonds And Pearls (1991)
    8. 3121 (2006)
    7. 1999 (1982)
    6. The Gold Experience (1995)
    5. Dirty Mind (1980)
    4. Sign O' The Times (1987)
    3. Parade (1986)
    2. Purple Rain (1984)
    1. Around The World In A Day (1985)

    (ausgewählt von Volker)