Mittwoch, 27. April 2011

The Head And The Heart – The Head And The Heart




















Wir sind hier nicht in Seattle, Dirk! Doch sind wir, aber nicht mitten im Grunge-Revival, auch wenn diese Platte über Sub Pop veröffentlicht wird. Wiederveröffentlicht müsste es eigentlich heißen, denn The Head And The Heart brachten ihre Platte zunächst auf Eigeninitiative unters Volk.
Für die aktuelle Version wurden alle Songs remastered, sowie “Sounds like Hallelujah” neu aufgenommen und der Live-Favorit “Rivers and Roads” hinzugefügt.


Die Band besteht aus Josiah Johnson (Gesang, Gitarre), Jonathan Russell (Gesang, Percussions), Charity Thielen (Geige, Gesang), Kenny Hensley (Piano), Tyler Williams (Schlagzeug) und Chris Zasche (Bass). Deren Harmoniegesang und Americana-Anleihen lassen vermutlich wieder schnell die Fleet Foxes-Vergleiche aufkommen, vor allem da deren Alben zeitnah über das gleiche Label veröffentlicht werden. Hier gibt es in den guten Momenten aber mehr Piano-lastigen Folkrock, wie der, den Mumford & Sons berühmt werden ließ, und Songs, die auch im Repertoire des Singer/Songwriters Dan Mangan auftauchen könnten. Als Anspieltipps seien „Down In The Valley“ und „Rivers And Roads“ genannt, denn die dürften überzeugend genug sein, um sich einmal mit The Head And The Heart auseinanderzusetzen.

Besondere Highlights sind Rivers And Roads und Honey Come Home. Rivers And Roads beginnt, einhergehend mit der besungenen Sehnsucht, schleppend und schwermütig. Der Song steigert sich jedoch immer weiter, was der authentischen Stimme von Violinistin Charity zu danken ist und endet in der mit allen Leibeskräften gesungenen Zeile: Rivers and Roads ’till I reach you. Honey Come Home ist ein Friedensangebot an die einstige Liebe, in der alles als selbstverständlich vorausgesetzt wurde. Der Protagonist hat sogar den Kühlschrank geputzt und seine Wäsche weggeräumt und bettelt nun: Honey, come home.

Musikalisch setzen The Head And The Heart auf klare Strukturen, alles sehr ehrlich, passend zu den offenherzigen Texten. Klavier, Gitarre, Violine, Bass und Drums, hier und da mal ein Glockenspiel, aber das wars dann schon an Schnickschnack. Die Stimmen der Bandmitglieder harmonieren perfekt miteinander, sodass ein sehr kraftvoller, klarer und unendlich weiter Sound entsteht. So etwa, als würde man im Umland von Seattle auf einem Berg stehen und an einem klaren Morgen den weiten, ungetrübten Blick über die Stadt genießen.
(detektor.fm)



Und wie sind The Head And The Heart live? Das kann man hier erfahren.

7 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

8 Punkte

Eine richtig gute Platte mit wirklich eingängigen Songs! Freue mich schon drauf sie live zu erleben.

Christoph W. hat gesagt…

Das Cover gefällt mir irgendwie gar nicht, aber die Songs sind dafür umso besser.

Erinnert mich an eine eingängigere und spielfreudigere Ausgabe von The Low Anthem.

8,5 Punkte

byodo hat gesagt…

die Songs sind eingängig, richtig. zu eingängig. 5 Punkte von mir

Olly Golightly hat gesagt…

8,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Well done!

7,5 Punkte

Oliver Peel hat gesagt…

Begeistert mich etwas weniger als euch.

-6,5- Punkte

noplace hat gesagt…

6,5 Punkte