Tennis - Yours Conditionally



















Retro-Look, Vintage-Videos und Nostalgie-Sounds, fertig sind Tennis und „Yours Conditionally“, ihr viertes Album. Alaina Moore und Patrick Riley, das Ehepaar-Duo aus Denver, Colorado, verschmelzen soften Indiepop mit säuselndem 70ies Soul als würden Beach House eine Platte im Cardigans-Stil aufnehmen oder sänge Madonna bei Fleetwood Mac. Unfassbar süß, lieblich und eingängig. 




Zehn Songs wickeln sich in einen wolligen 70er-Charme. Zimperliche Beats greifen auf Hallräume aus E-Gitarren oder Synthesizer. Und ja, das ist einschläfernd, und irgendwann sollte es auch einmal gut sein mit dem Schwall an Dreampop, der von überall her schwappt. Tennis spielen hübsch auf, werden mit "Ladies don't play guitar" milde funky oder in "Island music" noch inselbegabt im Kehlkopfkieken lieblicher Töne, aber "Yours conditionally" träumt aus, was sich auf dem Vorgänger verträumt anschmiegte. "Baby don't believe" stapelt die Synthesizer, alles weich und sanft, alles gefällig und nett, alles sachte und schlaff. Eine Bonboniere an Pop, so süß, dass sie ins Zuckerkoma einlullt.(Plattentests)




Tennis kopieren nicht. Sie klonen nicht nur einfach bereits Glänzendes, sondern ummanteln so manch schrullige Pop-Glanztat der Vergangenheit mit eigenen Vibes. Das führt letztlich dazu, dass man sich als Hörer zwischen den Jahrzehnten verbunden fühlt. Was damals toll war, wird im Hier und Jetzt perfektioniert.Songs wie das atmosphärisch bissige „My Emotions Are Blinding“ oder das ebenfalls herausragende „Ladies Don’t Play Guitar“ beweisen: Tennis ist längst kein elitärer Sport mehr, bei dem man nur in schniekem Weiß Spuren hinterlässt. Tennis ist für alle da.Egal ob bunt, in Schlaghosen oder mit drolligen Aerobic-Locken auf dem Kopf: Wenn der musikgewordene gelbe Filzball aus Colorado durch die Lüfte segelt, dann klatscht man überall begeistert in die Hände.(Musikblog)




Kommentare:

Ingo hat gesagt…

5,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Von mir gibt es deutlich mehr: 7,5 Punkte