PVA bei PVG.
Das hätten Ella Harris (Gesang, Synthesizer), Josh Baxter (Gesang, Synthesizer) und Louis Satchell (Schlagzeug) vermutlicht nicht gedacht, nachdem ihr Debütalbum „Blush“ (2022) keine Vorladung zu Platten vor Gericht erhalten hatte.
Das Trio aus dem Süden Londons kombiniert auf den 10 Songs von „No More Like This“ Electronica, Synth-Pop und Trip Hop. Ella Harris erinnert mich mit ihrer Mischung aus Singen und Sprechen an die Vorträge von Sarah Nixey bei Black Box Recorder, musikalisch sind es vor allem Massive Attack, die einem bei „Mate“ oder „Okay“ in den Sinn kommen. The Knife, Björk oder Leftfield sind weitere oft genannten Referenzen.
Das Album wurde von Kwake Bass (Sampha, Kae Tempest) produziert und ist ab dem 23. Januar als CD und LP (black Vinyl, transparent Vinyl) erhältlich.
PVA in Deutschland:
13.03.26 Berlin, Mikropol
14.03.26 Hamburg, Molotow
Die vitalisierende Wirkung von „No More Like This“ von PVA ist eher unterschwellig. Langsam graben sich die durchaus einprägsamen Kompositionen ins Langzeitgedächtnis; erst nach und nach versteht man den Gesang als echtes weiteres Instrument und weniger als Mittel zum Zweck („Okay“). PVA empfehlen sich für die leicht angetörnte Strandparty ebenso wie für den zuckenden Club oder die Entspannungsreise allein daheim. (…)„Mate“ ist im Prinzip ein maximal heruntergetunter IDLES-Song, der ohne deren Druck die gleiche Feurigkeit im Ergebnis erzielt. Zwischen Düsternis und Mantra pendelnd, lässt sich das Lied partout nicht einordnen. Das folgende „Send“ ist mit Abstand der beweglichste Song, ein Fest für Fans von YEARS OF DENIAL und ähnlichen Bands. Ohne viel am Konzept zu ändern und komplett in der Wiederholung verbissen, schaffen PVA hier dennoch einen Klimax.„No More Like This“ von PVA überzeugt vor allem mit dem Widerspruch aus Intimität und Kälte, aber auch mit der vollkommenen Abwesenheit von Angriffslust. Die Musik steht für sich, behauptet sich und wirkt nach.

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