• Slut - Still No. 1




    Nun ja, "No. 1" ist so eine Sache. Obwohl Slut vielleicht Erfolg und Lorbeeren verdient hätten, haben sie in der Vergangenheit doch mehr als Kritikerlieblinge und Indie-Heroen von sich reden gemacht. Ich persönlich entdecke Parallelen zu Nada Surf. Bei Slut fällt mir vor allem der Hit "Easy to love" ein, ansonsten hatte ich auch Slut trotz ihrer bislang fünf veröffentlichten Alben nicht ernsthaft auf dem Radar.

    Nun erschien mit "Still No. 1" das sechste Album der Band und dieser Beitrag (plattentest.de) ließ mich neugierig werden:

    Damit sich Emphase und Pathos nicht auf den Füßen stehen müssen, erkundet der Fünfer die Möglichkeiten von Dynamik und Verzicht. Ein paar Schlenker in Richtung Kitsch gehören da genauso zum guten Ton wie die handgesägte Ecke und der spontane Bruch. Hier zeigt sich, wie sehr die Band im Laufe des Jahrzehnts an sich selbst gewachsen ist. Vor ein paar Jahren hatten ihre Kumpels von Readymade einen kleinen Hit mit "The graduate". Slut jedoch legen mit "Still no. 1" ihre eigene Reifeprüfung ab. Und können damit das Versprechen, das sie vor sieben Jahren mit "Lookbook" gaben, endlich einlösen.

    1995 gegründet und 2008 der Nachweis der Reife? Das schufen andere Künstler schon schneller, aber das muss ja kein Kriterium sein. Myspace bietet einige Songs, die Website zum Album gar ein "Webyrinth", welches an das Ende der Mühen die Liebe zum Album in Aussicht stellt. Natürlich prägt Christian Neuburgers Stimme weiter die Musik der Band, Gitarren gibt es weniger als zu "Easy to love"-Zeiten aber dafür hat man sich vom experimentellen "Dreigroschenoper"-Abenteuer inspirieren lassen.

    Die Singles "Wednesday" und "If I Had A Heart" warten jeweils mit einem Video auf:

    Und mir fällt bestimmt gleich auch noch ein, woran mich die Strophe von "If I Had A Heart" erinnert.

    P.S.: Die "Saturn-Edition" des Albums (ratet mal, wo es die gibt) bietet noch ein paar Bonus-Tracks.

  • 14 Kommentare:

    Oliver hat gesagt…

    2008 - das Jahr, in dem Slut es endlich mal in meine Album-Jahres-Top 10 schaffen?! Die Chancen stehen gut: Ohrwürmer galore! Und Songs, die wie Sigur Rós anfangen und wie The Verve enden. Toll! 8,5 Punkte

    Ingo hat gesagt…

    Ich bin auch schon ein wenig begeistert. Olivers Beschreibung trifft es gut. Einige Melodien haben sich auch schon in meinem Hirn festgesetzt.

    Volker hat gesagt…

    Definitiv
    Bisher auch mein Jahres-Highlight (von Seven Mary Three wollen wir an dieser Stelle nicht reden). Besser als Get Well Soon

    8,5

    Ingo hat gesagt…

    Ich weiß noch immer nicht, woran mich "If I had a heart" erinnert, aber trotzdem gebe auch ich schon mal 8,5 Punkte.

    Dirk hat gesagt…

    Was soll ich da noch anderes sagen?!

    8,5 Punkte

    Dennis hat gesagt…

    7,5

    axelu hat gesagt…

    8,5

    oliver r. hat gesagt…

    Ich habe Slut dieses Jahr beim Highfield-Festival gesehen und mochte das nicht sonderlich. Zu viel Pathos und auch gewisse Spuren von Muse (igitt) hatten mich abgetörnt.Das Album habe ich nicht gehört und so steht einer hohen Platzierung in der Jahresbestenliste bei PvG nichts mehr im Wege :-)

    Dirk hat gesagt…

    Am 15.10. wiederveröffentlichen Slut ihre ersten beiden Alben FOR EXERCISE AND AMUSEMENT und INTERFERENCE. Als Appetitanreger gibt es 5 Titel als legalen Download:

    1. Favourite Pool (For Exercise And Amusement)
    2. Evergreen (Interference)
    3. Favourite Pool (Console Remix)
    4. Bussova (Special gig / Live in Nassenfels)
    5. Cloudy Day (Special gig / Live in Nassenfels)

    Und zwar hier.

    Olly Golightly hat gesagt…

    8,5 Punkte

    Ingo hat gesagt…

    Halllo Olly, na, was hast Du die letzten sieben Jahre so gemacht? ;-)

    Olly Golightly hat gesagt…

    Manchmal brauch man eben ein paar Durchläufe, um sich endgültig auf eine Note festzulegen ;-)

    Dirk hat gesagt…

    Sind Slut bei dir in Revision gegangen?

    Zuerst dachte ich, dass nun auch die Top 20 neu ausgerechnet werden müssten - aber du hast ja nur dein Urteil von vor 83 Monaten noch einmal bestätigt.
    ;-)

    Olly Golightly hat gesagt…

    Tatsächlich bin ich davon ausgegangen, dass ich sie hier noch gar nicht bewertet hatte. Der erste Kommentar ist mir irgendwie durchgegangen. Immerhin hat die Platte über die 83 Monate nicht an Qualität verloren :)

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)