• The Pearlfishers - Up With The Larks




    Nummer 2: Es ist jetzt auch schon fast wieder 10 Jahre her, da hatte ich so ein kleines heimliches Lieblingsalbum, das mich immer, wenn ich es auflegte in gute Stimmung versetzte. Nichts Lautes, nichts Polterndes, nichts mit so einer "Hier komm ich"-Attitüde, viel mehr auf ruhigen Pfoten sich anschleichend, umschmeichelnd, voll von kleinen feinen Popsongs, die niemanden weh, dafür aber vielen Leuten guttun wollten. Es handelte sich um "The Young Picknickers" von den Pearlfishers.
    Und wie das so ist, angetan von einem Album, beginnt man jedes darauf Folgende auch anzuschaffen, nur um feststellen zu müssen, dass der Zauber nicht reproduzierbar ist und irgendwann 2-3 Alben später fängt man an die Band so langsam zu vergessen und nicht mehr auf deren Veröffentlichungen zu achten.
    DAS ist der perfekte Zeitpunkt um über Umwege, durch Zufälle tatsächlich ein zweites Mal überrascht zu werden. So geschehen in diesem Fall mit "Up With The Larks", mal so nebenbei erfahren, es gibt wieder mal was Neues, mal ne Hörprobe besorgt, hängengeblieben und völlig fasziniert feststellen müssen: Sie können es doch noch! Dieses tollen earkissing Prefab Sprout-Songs, die, ausser Prefab Sprout selbst, vielleicht niemand so gut kann. Und besser noch, sie kommen nicht nur an "The Young Picknickers" von damals heran, sie überbieten dieses sogar noch. Das beginnt mit dem völlig einnehmenden Opener und Titelsong und hört mit "Fighting Fire With Flowers" noch lange nicht auf. Tatsächlich steigert sich das Album, je länger es dauert, und findet folgerichtig mit "I Just See The Rainbow" den gebührenden Abschluss.
    Was gibt es Schöneres als lang vermisste Freunde wiederzutreffen.
    Jahresranking: im Fluss, momentan ca. Platz 9

    Hier ins Album reinhören.
  • 6 Kommentare:

    Dirk hat gesagt…

    "Was gibt es Schöneres als lang vermisste Freunde wiederzutreffen."

    Wem sagst du das, Volker! Herzlich Willkommen zurück als aktives Mitglied von Platten vor Gericht!!!

    Volker hat gesagt…

    8,5

    Ingo hat gesagt…

    Schön! So hätte ich mir das letzte Scissor Sisters-Album gewünscht. 7 Punkte

    Dirk hat gesagt…

    Zuerst fällt einem der Begriff „folkig“ ein und anfangs denkt man noch, dass dieses Album 1986 mit The Lilac Time und Dream Academy verglichen worden wäre.
    Man meint zu wissen, warum Volker es so mag.

    Doch dann wird es schmusig und schmalzig. Ein Song klingt als würden REO Speedwagon „The greatest love of all“ covern und der Tiefpunkt ist damit bei weitem nicht erreicht! Alle folgenden Lieder klingen wie die Zusammenstellung aller Weihnachtssingles der schrecklichsten Boybands der letzten 15 Jahre.
    Und man weiß, warum Volker das Album so mag.
    ;-)

    3 Punkte

    Olly Golightly hat gesagt…

    Schreckliche Boybands? Hör ich nicht: 7 Punkte.

    Dirk hat gesagt…

    Hast du ein Glück!

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)