• Madsen - Goodbye Logik



    Und nun was zum Aufschreien
    Was war das nicht der Hype der Stunde letztes Jahr, als eine kleine unbekannte Band ihr Debut veröffentlicht und Tomte Sänger Thees Uhlmann nichts besseres zu tun hat, es als das beste deutsche Rock-Debut seit Urzeiten zu proklamieren. Übertrieben? You bet
    Nun nur ein Jahr später das Nachfolgealbum und wie zu erwarten war verteufelt die versammelte Journaille, was sie Jahrs zuvor noch in den Himmel gehoben hat. Dilettantismus, die beherrschen ihre Instrumente kaum, singen kann er auch nicht und dann werden sie in manchen Songs auch noch so purhaftig poppig. Übertrieben? Aber ganz sicher
    Die Wahrheit liegt wie so oft im Leben, irgendwo dazwischen und sicher näher an Uhlmanns Euphorie, als an der Häme der schreibenden Zunft.
    "Madsen" war damals nicht schlecht, aber auch sicher nicht ganz so gut wie es gemacht wurde, es war in gewisser PArtystimmung sehr gut zum Mitgröhlen geeignet, aber insgesamt auch etwas eintönig. Und genau hier machen Madsen auf "Goodbye Logik" den Schritt in die richtige Richtung. Die erste Single "Du schreibst Geschichte" und "Unzerbrechlich" (ganz großartig) sind immer noch an Emo / Screamo angelehnte Kracher erster Güte mit dem typischen Wechsel von Singen und nun ja Schreien, aber daneben gibts diesmal eben auch ruhigere Töne. Es gibt ein an Kante (und damit schließt sich der Kreis der Trilogie Kante) angelehntes ganz famoses "Ein Sturm", es gibt die fast (aber eben nur fast) ins Schmalzige kippenden "Piraten" und " Der Moment" (und ich gebe zu hier wäre eine Zeile wie "Nur das richtige Wort zur richtigen Zeit, nur ein kleines Licht in der Dunkelheit" tatsächlich etwas zuviel, würde es nicht von der Flapsigkeit des restlichen Refrains wunderbar - genau wie sies singen - wieder auf die Beine gestellt), es gibt Brit-Rock-Anleihen in der Instrumentierung von "Goodbye Logik" und es gibt - und natürlich darf das bei mir nie fehlen - mit "Happy End" einen perfekten Popsong. Und auch eine Assoziation, die mir beim Debut ein ums andre Mal durch den Kopf schoss - nämlich die der Toten Hosen - ist Gott sei Dank nahezu gänzlich verschwunden. Also lasst die Neider maulen, nehmt euch die Zeit und hört ein Album einer Band die gerade ihre Richtung findet, variantenreicher wird und ein sehr sehr gutes Album veröffentlicht hat.

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  • 7 Kommentare:

    oliver r. hat gesagt…

    Und was kommt nach dem Happy-End?
    Wirklich ein schöner Popsong,habe ich einem Sampler entnommen? Wie ist der Rest?

    Marcell hat gesagt…

    Jetzt gefallen mir doch tatsächlich Madsen! ;)

    6,5 Punkte

    E. hat gesagt…

    keine bewertung möglich.
    die scheibe hat sich meine tochter geschnappt...
    ...bevor ich sie nur einmal habe laufen lassen können.

    Volker hat gesagt…

    deine Tochter ist mir schon jetzt sympathisch Eike

    Dirk hat gesagt…

    Kann man ja auch mal sagen: Besser als das Debut - weil weniger Geschreie.

    6,5 Punkte

    Buzz hat gesagt…

    was macht diese Platte hier??? Ernsthafte Frage

    Volker hat gesagt…

    allein für die Frage würd ich's gern nochmal 0,5 hochwerten, bleibe aber bei
    9 Punkten

    und wenn's nicht so knapp vor Toreschluß wäre, wäre ich fast geneigt die Paris Hilton und die neue Take That vorzustellen.

    Alles geht!

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)