Yumi Zouma - No Love Lost To Kindness


Das neuseeländische Quartett konnte bei Platten vor Gericht bisher keine Bäume ausreißen: „Present Tense“ erreichte 2022 6,25 Punkte, „Truth Or Consequencees“ schloss zwei Jahre zuvor mit einem Durchschnittswert von 6,5 Punkten einen Hauch besser ab. 

Dieser Wahrheit mussten sich Yumi Zouma stellen und daraus Konsequenzen ziehen: Die über drei Kontinente verteilt lebende Band (Melbourne, Wellington, London und New York sind, um genau zu sein, aktuell die Wohnorte) beschloss, für die Aufnahmen nach Mexiko zu gehen, eine Entscheidung, die im Nachhinein als als spannungsreich und reibungsvoll bezeichnet wurde. Sollte aber die Abkehr vom allzu harmlosem Dreampop und sanften Bedroom-Pop der insgesamt vier früheren Alben das Ergebnis dieser Wahl gewesen sein, dann haben sich Yumi Zouma richtig entschieden. 

Vor allem in der ersten Hälfte von „No Love Lost To Kindness“ überraschen die Neuseeländer mit teilweise gitarrigen und rauen Klängen, die an den Alternative Rock der 90er Jahre, Shoegaze oder Grunge denken lassen („Cross My Heart And Hope To Die“, „Drag“, „Phoebe’s Song“). Erst im weiteren Verlauf des Albums breiten sich vermehrt Synthesizer im sanften Elektropop und balladesken Indiepop aus („Did You See Her?“, „Every False Embrace“). 

Ich wollte schon schreiben, dass man sich beim Hören von „No Love Lost To Kindness“ gut auf die erste Seite der Schallplatte konzentrieren kann, aber tatsächlich gibt es bisher keine Vinyl-Ankündigung. Bis auf „95“ stammen alle der folgenden Videos von der (noch nicht vorhandenen) A-Seite des Albums:


 


 


 
 


Auf ihrem neuen Album haben Yumi Zouma zwölf Songs aus dem Ärmel geschüttelt, die man nicht mehr nebenbei hören will. Aus dem SynthiePop ist schwebender Indie-Rock geworden. Songs wie der Opener „Cross My Heart And Hope To Die“, „Blister“ oder die Single „Phoebe’s Song“ passen in einen melancholischen Samstagnachmittag, an dem man entspannt mit einer Weißweinschorle in der Hand durchs Wohnzimmer segelt, um sich dann ausgehfertig zu machen. Sanft-rockiger Shoegaze ohne viel Distortion, aber mit einer ausgeprägten Pop-Sensibilität.


 


 





0 Comments:

Kommentar veröffentlichen

Designed by OddThemes | Distributed by Gooyaabi