• Bosse - Engtanz
























    Auf "Engtanz" manifestiert sich die Thees Uhlmannisierung von Axel Bosse. Als Beweismittel möchte ich die Songs "Nachttischlampe", "Mordor" und "Blicke" vorlegen. 
    Und Caspar ist hier auch mit dabei ("Krumme Symphonie"). 




    ENGTANZ versucht drei Jahre später nun, die Bosse-Klammer noch einmal weiter zu öffnen. Man hört vom ersten Ton an: Da steckt Arbeit drin, viel Arbeit. Bläser, Streicher, ein Chor, aber auch krumme Beats und Sequencer – das hier ist quasi Bosses Musiker-Album. Andererseits: Angst vor Größe und vor Pathos hat Bosse keine Sekunde.

    In „Mordor“ hören wir Mumford-&-Sons-„Hey, Hey“-Chöre, in „Krumme Symphonie“ rappt Casper. Bosse schenkt dazu nonstop Weisheiten aus, erzählt vom Tresen, vom Quigong-Kurs, vom Käsefrühstück in der Normandie und von der Stadt, die „flach unterm halben Mond“ atmet. Davon, wie er jemandem Cola in den Wein kippt und jemand anderes Cha-Cha-Cha auf Faith No More tanzt. Manchmal eigenartig, meistens gut, immer interessant.
    (musikexpress)




    Der Nachfolger ist nun "Engtanz", eine Songsammlung mit genauso viel süßer Melancholie wie purer Euphorie. Der einstige Bosse-Rock ist immer noch ein Stück weit da und fein arrangiert, E-Gitarren heulen, Streicher sind sehr präsent, auch Bläser. Der Berliner Kneipenchor, und in einem Lied ("Krumme Symphonie") singt sogar Rapper Casper mit. Es gibt tief gehende Melodien, die nie aufgezwungen klingen, sondern schlichtweg passend zu den immer wieder tollen Texten.

    Die handeln auf "Engtanz" vor allem vom Ende der Jugend und den Vorteilen des Erwachsenseins. 2008 träumte Bosse noch in seinem kleinen Radiohit "3 Millionen" davon, irgendwo da draußen in der Metropole Geborgenheit zu finden. Heute ist er - als Ehemann und Familienvater mit Haus am Hamburger Stadtrand - doch viel mehr mit den Dingen beschäftigt, die einen mit Mitte 30 eben so beschäftigen. Dazu gehört etwa das Bemerken der Tatsache, dass doch eigentlich alles gut ist, wie es gerade ist. Reife Textzeilen wie "ich werd' dich immer so lieben, als wärst du gestern gegangen" hätte Bosse vor einigen Jahren vielleicht noch nicht schreiben und so ehrlich und einfach echt singen können wie jetzt.
    (mittelbayerische)


    Bosse unterwegs:

    29.02.2016, Mannheim, Capitol
    03.03.2016, München, Freiheizhalle
    07.03.2016, Nürnberg, Hirsch
    08.03.2016, Karlsruhe, Substage
    10.03.2016, Saarbrücken, Garage
    11.03.2016, Mainz, Frankfurter Hof
    13.03.2016, Berlin, Astra Kulturhaus
    14.03.2016, Dresden, Reithalle Str. E
    15.03.2016, Erfurt, Stadtgarten
    17.03.2016, Dortmund, FZW
    18.03.2016, Bremen , Schlachthof
    19.03.2016, Hamburg, Gr. Freiheit 36

    24.11.2016, Offenbach, Stadthalle
    25.11.2016, Köln, E-Werk
    26.11.2016, Münster, Halle Münsterland
    29.11.2016, Bremen, Pier 2
    01.12.2016, München, Tonhalle
    02.12.2016, Stuttgart, Liederhalle Beethovensaal
    03.12.2016, Hannover, Swiss Life Hall
    06.12.2016, Berlin, Columbia Halle
    09.12.2016, Hamburg, Sporthalle


  • 5 Kommentare:

    Dirk hat gesagt…

    Jetzt hätten wir hier fast beide etwas zu diesem Album geschrieben, Ingo.

    Ingo hat gesagt…

    Das habe ich so häufig gehört, dass ich auch was schreiben wollte. Aber wir sind uns ja weitgehend einig. ;-)

    Ingo hat gesagt…

    6 Punkte

    Volker hat gesagt…

    7,5

    Dirk hat gesagt…

    Oh je, ist das etwa das beste deutschsprachige Album, das ich dieses Jahr gehört habe!?

    7 Punkte

    Nein, Volker wird sich freuen, gleich kommt noch eine 7...

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)