• Fleet Foxes – Helplessness blues

    cover_ff

    2005 in Seattle gegründet setzten die Fleet Foxes 2008 mit ihrer zweiten EP “Sun giant” zum Sprung an. Das Debütalbum verzauberte viele Hörer und hatte Anteil am Folk-Revival. Bei PvG konnte es sich sogar (wenn auch nur knapp) einen Platz in der Top 50 des ersten Jahrzehnts des aktuellen Jahrtausends sichern.

    Der Erfolg des ersten Albums und der Tour verzögerten die Aufnahmen zum Nachfolgewerk. Die Aufnahmen bzw. die Ergebnisse erfüllten offensichtlich nicht die Erwartung aller Beteiligten, entschloss man sich doch zu einigen Nacharbeiten. Nun ist “Helplessness blues” endlich auf dem Markt.

    Der mehrstimmige Gesang ist erneut prägend, doch er tritt einen Schritt zurück, um der im Vergleich zum Debüt einfallsreicheren Instrumentierung (das könnte am nun festen Bandmitglied Morgan Henderson liegen) etwas mehr Platz einzuräumen. Das Ergebnis erfüllt vor allem einen Anspruch: Wohlklang. Der Hörer muss sich dieser Schönheit hingeben (wollen), ansonsten kommt er wahrscheinlich auch sehr gut ohne “Helplessness blues” aus. Die Songs des aktuellen Album zünden etwas schneller als die des Debüts, dafür bohren sie bislang bei mir nicht so tief. Aber die Langzeittests stehen noch aus.

    On3.de ist offensichtlich angetan:

    Robin Pecknold ist jetzt 25. Seine Musik klingt manchmal uralt und wie aus einer anderen Welt. Aber was er uns mit ihr sagt, ist ganz hier und jetzt. Deshalb ist auch dieses neue Fleet Foxes-Album unverzichtbar für jeden denkenden und fühlenden Menschen.

    Das Album beginnt harmlos und steigert in der zweiten Hälfte die Spannung. Mit “The shrine / An argument” ist sogar eine echte Überraschung enthalten: Dieser für Fleet Foxes-Standards epische bis monumentale Track zeigt erstmals, dass Robin Pecknold richtig männlich klingen kann und dass die Fleet Foxes auch mit komplexeren Songs glänzen können.

    Ohfancy.de:

    Fleet Foxes wissen um Ihre Bestimmung und erkennen, trotz der Nachteile des Erfolgs, Ihre Stärken aus dem Debüt zu verfeinern, vor allem die Vocals erscheinen nun üppiger und auch die Dynamik erinnert an die lächelnde Ära des Brian Wilson, in dem die Harmonien nicht nur den Song schmücken, sondern diesen ebenfalls in seinem Bestreben vorantreiben (besonders deutlich kristallisiert sich das im gleichnamigen Titelstück heraus).

    Ungewöhnlicherweise sind die drei letzten Songs des Album meine Favortien: Neben “The shrine / An argument” sind “Grown ocean” und “Blue spottet tail” die Kandidaten, die sich jeder mindestens mäßig interessierte Musikfan mal zu Ohren lassen kommen sollte.

    Das Video zu “Grown ocean”:

    Live kann man die Band am 25.05. in Berlin und am 26.05. in Dachau erleben. Außerdem bereichern sie das Line-up des diesjährigen Haldern-Festivals.

  • 10 Kommentare:

    Christoph W. hat gesagt…

    7 Punkte

    byodo hat gesagt…

    Von mir gibts ebenfalls 7 Punkte

    Volker hat gesagt…

    Das Debüt fand ich bekanntermaßen ziemlich übel. Klingt das jetzt plötzlich so anders oder warum ist mir dieses Album durchaus erträglich (und mehr). Die ruhigeren an Simon and Garfunkel gemahnenden songs sind dabei sogar richtig gut. So ein blödes Geschwurbel wie diesen 8-Minüter brauch ich aber immer noch nicht (vor allem so lange das so wirkt, als wolle man nur zeigen, was man alles kann).
    7 Punkte

    Ingo hat gesagt…

    8 Punkte

    Oliver Peel hat gesagt…

    Nichts für Fans reduzierten Folks. Stattdessen wuchtig und massenkompatibel. Daß Ingo das Album bisher am höchsten bewertet hat, ist ein guter Kontraindikator, schließlich ist er bekanntlich kein Folkmusikfan.

    -5,5

    Ingo hat gesagt…

    Rolling Stone (US):
    50 The Lonely Island – Turtleneck & Chain
    49 Wavves – Life Sux
    48 Charles Bradley – No More Time For Dreaming
    47 PJ Harvey – Let England Shake
    46 White Denim – D
    45 Tedeschi Trucks Band – Revelator
    44 Raphael Saadiq – Stone Rollin
    43 The Kills – Blood Pressures
    42 Destroyer – Kaputt
    41 Little Dragon – Ritual Union
    40 Gary Clark Jr. – The Bright Lights
    39 Kurt Vile – Smoke Ring For My Halo
    38 Mastodon – The Hunter
    37 Panda Bear – Tomboy
    36 Stephen Malkmus And The Jicks – Mirror Traffic
    35 Dawes – Nothing Is Wrong
    34 SuperHeavy – SuperHeavy
    33 Josh T. Pearson – Last Of The Country Gentlemen
    32 Big K.R.I.T. – Return Of 4Eva
    31 Miranda Lambert – Four The Record
    30 Tom Morello, The Nightwatchman – World Wide Rebel Songs
    29 Pistol Annies – Hell On Heels
    28 Das Racist – Relax
    27 Florence & The Machine – Ceremonials
    26 St. Vincent – Strange Mercy
    25 Beyoncé – 4
    24 Frank Ocean – Nostalgia, Ultra.
    23 Tom Waits – Bad As Me
    22 Drake – Take Care
    21 Bon Iver – Bon Iver, Bon Iver
    20 Foo Fighters – Wasting Light
    19 Eric Church – Chief
    18 Feist – Metals
    17 TV On The Radio – Nine Types Of Light
    16 R.E.M. – Collapse Into Now
    15 Cage The Elephant – Thank You Happy Birthday
    14 Beastie Boys – Hot Sauce Committee Pt. 2
    13 tUnE-YarDs – w h o k i l l
    12 The Black Keys – El Camino
    11 My Morning Jacket – Circuital
    10 Robbie Robertson – How To Become Clairvoyant
    09 Wild Flag – Wild Flag
    08 Wilco – The Whole Love
    07 The Decemberists – The King Is Dead
    06 Lady Gaga – Born This Way
    05 Radiohead – The King Of Limbs
    04 Fleet Foxes – Helplessness Blues
    03 Paul Simon – So Beautiful Or So What
    02 Jay-Z & Kanye West – Watch The Throne
    01 Adele – 21

    Dirk hat gesagt…

    Es muss ja jemanden geben, für den die Fleet Foxes nicht die Offenbarung sind!

    4,5 Punkte

    Anonym hat gesagt…

    ür mich au jeden fall in top 5 alben des jahres: 8,5 Punkte.

    Julia hat gesagt…

    6,5 Punkte.

    aXel hat gesagt…

    7 Punkte

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)