• Tu Fawning – Hearts On Hold

    cover

    Joe Hage ist mit seinen Tätigkeiten für die Bands Menomena und 31 Knots und seiner Freundin Corinna Repp anscheinend nicht ausgelastet so dass er mit dieser und zwei weiteren Musikern das Album “Hearts on hold” einspielte und zu Beginn des Jahres veröffentlichte. Wenn man in Portland, Oregon lebt, hat man offensichtlich viele musikalische Ideen. Und all das und viele Instrumente ergeben das Konzept der Band Tu Fawning, deren Gründung auf das Jahr 2006 zurückging.

    Einer greifbaren Kategorie lässt sich die Musik nicht zuordnen. Laut Myspace sieht sich die Band in oder zumindest zwischen den Schubladen “Glam Rock”, “Gospel” und “Grime”. Auch das Label "Antique-Dance-Tribal-Gospel" hängt sie sich angeblich an. Ich nenne es “gefühlten Powerkammerindiepop mit starken Rhythmen”.

    Piano, Gitarren, Bläser, Streicher, weitere Samples und viel “Schlagwerk” bilden die verschnörkelte aber solide Basis von “Hearts on hold”. Jeder Song pulsiert mit seinem ganz eigenen Rhythmus der zwischen Tribalbeats und schleppendem Trip Hop liegen kann. Der Gesang kann mal sirenen- mal cabaretartig klingen, er innert an diverse charismatische Sänger und Sängerinnen oder er betont als Sprechgesang den trockenen Charakter des ein oder anderen Songs.

    Die Zuordnung musikalischer Referenzen fällt mir schwer. Daher greife ich auf br-online zurück:

    Da weht einerseits der traurige Geist der frühen Portishead durch die Songs, das Künstlerisch-Intellektuelle von Menomena, der Hall und die Langsamkeit von Beach House und bei all diesen Anleihen ist die Musik so eigen und stilsicher, dass sie nie wie eine Kopie von irgendwas anderem klingt.

    All das macht “Hearts on hold” zu einem besonderen Album. Dieses fordert einiges vom Hörer ein, belohnt aber mit vielen Entdeckungen und theatralisch-dramatischen Eindrücken. Anhören!

    Mein Lieblingssongs auf diesem Album sind “Sad story” und “Lonely nights”.

    Dort gibt es den Song “The felt sense” als Download.

    Das Video zu “I know you know”:

    Die “Maiden Voyage across the pond” führt die Band auch nach Deutschland:

    28.02.2011 München, Feierwerk
    01.03.2011 Heidelberg, Karlstorbahnhof
    02.03.2011 Nürnberg, MUZ
    03.03.2011 Schorndorf, Manufaktur
    04.03.2011 Hamburg, Hafenklang
    05.03.2011 Berlin, Comet Club
    07.03.2011 Amsterdam, Paradiso
    08.03.2011 Duisburg, Steinbruch
    11.03.2011 Offenbach, Hafen 2
    12.03.2011 Leipzig, UT Connewitz

  • 5 Kommentare:

    Ingo hat gesagt…

    7,5 Punkte

    vielleichtsagerin hat gesagt…

    danke für die besprechung, gefällt mir sehr! also der text UND die musik :)

    Volker hat gesagt…

    Einer von bisher 2 Griffen ins Klo bei meinen Anschaffungen 2011

    4 Punkte

    Oliver Peel hat gesagt…

    Etwas anstrengend, aber insgesamt stark.

    -7- Punkte

    Julia hat gesagt…

    Erzeugt bei mir keinerlei Emotionen.
    3 Punkte.

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