Infadels - Universe In Reverse




Ihr erstes Album "We are not The Infadels" war ein überaus tanzbarer Hybrid aus Danceelementen und melodiösem Indierock und wie gemacht für kleine, enge Clubs voller schwitzender Leiber. Der Nachfolger "Universe in reverse" hingegen steht von der ersten Note an auf der Stadionbühne und wirft die Hände von links nach rechts. Die Punkereltern und ihre Tochter hätten wahrscheinlich spätestens nach dem ersten Chorus das Handtuch geworfen - was man ihnen nicht verdenken kann.
Schon "Circus of the mad" klingt wie neues, um einige Bombasteffekte angereichertes Material der Kaiser Chiefs. Trommelwirbel, Glöckchen und Chöre aus hellen Aahs animieren die wogende Masse zum Mitsingen. Auch "Free things for poor people" hat diese Schunkelseligkeit, die beinahe schon ZDF-Fernsehgarten-Qualität annimmt. Jubilierende Gitarren, eine Melodie, die auch Alzheimerpatienten nicht mehr aus dem Kopf geht, und eine pochende Bassdrum, die dem Klatschmarsch den Takt vorgibt. Weit näher am Debüt ist da schon "Play blind", das ordentlich die Synthesizer rotieren lässt. Aber wo Songs wie "Can't get enough" und "Jagger '67" nie ein gewisses Maß an Aggressivität vergaßen, bleibt "Play blind" einfach zu nett und harmlos. Einzig "Code 1" kann daher etwas von der fordernden Energie, die "We are not The Infadels" ausstrahlte, konservieren.




"Free Things For Poor People" Video




"Make Mistake" Video

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Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Richtige Begeisterung klingt anders, oder Dennis?

Volker hat gesagt…

Irgendwie hab ich hier ein Deja Vu Erlebnis. Ist wohl das "Kaiser Chiefs"-Syndrom. Vom ersten Album begeistert, der Nachfolger so lala

6,5

Dirk hat gesagt…

Machen Status Quo jetzt Indie-Musik?!?

5 Punkte

Ingo hat gesagt…

In der Tat zu flach. 5,5 Punkte

Dennis hat gesagt…

Ja Dirk... das war echt nix....4,0