We've come to wish you an happy 40th birthday, "The Queen is dead"!
"The Smiths"
1984, Rough Trade Records (10 Songs, 42:55 Minuten)
Dirk:
Als "The Smiths" veröffentlicht wurde, war ich noch 12 Jahre alt. Meine Lieblingslieder waren damals "Girls Just Want To Have Fun" (Cyndi Lauper), "Let The Music Play" (Shannon) oder "Dance Hall Days" (Wang Chung). Damals kaufte ich noch Singles, meine erste eigene LP (von Culture Club) sollte ich mir erst ein halbes Jahr später kaufen.
Daher bekam ich wohl auch nicht mit, dass The Smiths ihr erstes Album mit einem anderen Produzenten (John Porter) neu aufnehmen mussten, weil die Ergebnisse nicht überzeugten, dass sie ihren damals besten Song ("This Charming Man") gar nicht mit aufs Album nahmen und dass die Thompson Twins ("Into The Gap") das erste Nummer Eins-Album von The Smiths verhinderten.
8 Punkte
Ingo:
Vielleicht war es erneut die Gnade der späten Geburt. Ich konnte (und musste) mir die The Smiths-Alben nicht Schönhören. Für diese Revision habe ich mir alle zum Teil mehrfach angehört und ich hasse Dirk etwas weniger als bei anderen Revisionen. Das Debüt der Band klingt immer noch frisch und ich höre weniger nervige Ausfälle als bei späteren Alben.
7,5 Punkte
Oliver:
Ebenso wie Dirks erste eigene LP stammt auch mein erstes gekauftes Album aus dem Jahr 1984: “Teases & Dares” von Kim Wilde. Wobei ich ziemlich sicher bin, dass ich es mir erst mit etwas Verspätung 1985 zugelegt habe – das Zusammensparen hat etwas gedauert. Aus heutiger Sicht würde ich meinem damaligen Ich empfehlen, das Geld lieber in “Purple Rain” zu investieren. Oder in “The Smiths”. Mein 13jähriges Ich hätte aber vermutlich nur verständnislos den Kopf geschüttelt.
9 Punkte
Axel:
This charming album.
9 Punkte
Torsten:
1984 - da war ich 11 und litt sicherlich noch extrem unter chronischer musikalischer Geschmacksverirrung. Es erübrigt sich, zu erwähnen, dass ich zu diesem Zeitpunkt das tolle Smiths-Debütalbum noch nicht kannte. “You‘ve got everything now” konnte ich erst etliche Jahre später sagen, als ich alle Smiths-Alben zusammengetragen hatte. Deutlich zu spät.
8,5 Punkte
Volker:
Ich weiß nicht, ob es die Plattenabteilung im Einkaufszentrum Hüter noch gab, als ich das erste Mal “The Smiths” gehört habe, aber ich denke es eher nicht, da ich lange einen Bogen um das Debüt-Album der Band gemacht habe und es auch danach nicht häufig aufgelegt habe. Das änderte sich erst vor ca. 2 Jahren als mein Sohn seine Vorliebe für dieses Album und für “Hatful of Hollow” entdeckte. Seitdem habe ich es zumindest etwas mehr schätzen gelernt.
Mein erstes im Hüter Einkaufszentrum erstandenes Album war im Übrigen (wie in einer anderen Revision schon erwähnt) “It’s My Life” von Talk Talk, auch heute noch die deutlich bessere Wahl.
7,5 Punkte
Gesamturteil: 8,250 Punkte
"Hatful Of Hollow"
1984, Rough Trade Records (16 Songs, 56:11 Minuten)
Dirk:
Als "Hatful Of Hollow" veröffentlicht wurde, war ich 13 Jahre alt. Meine Lieblingslieder waren damals "Wild Boys" (Duran Duran), "Love's Great Adventure" (Ultravox) oder "Ghostbusters" (Ray Parker Jr.). Eine Woche zuvor hatte ich mir im Hüter Einkaufszentrum in Wirges meine erste eigene LP ("Waking Up With The House On Fire" von Culture Club) gekauft. Von The Smiths wusste ich damals noch nichts, aber mein Taschengeld war ja auch schon ausgegeben.
Daher bekam ich wohl auch nicht mit, dass The Smiths auch mit den neuen Aufnahmen ihres Debütalbums nicht ganz glücklich waren und diese Compilation aus Singles, B-Seiten und Peel Sessions nachschoben. So wurden Perlen wie "William, It Was Really nothing", "This Charming Man", How Soon Is Now" oder "Please Please Please Let Me Get What I Want" verfügbar, was dafür sorgte, dass bei mir "Hatful Of Hollow" häufiger läuft als "The Smiths".
8,5 Punkte
Ingo:
“Für Fans”, nicht für mich. Aber für die Akten: “How soon is now?” ist mein Lieblingssong der Band.
- Punkte
Oliver:
Ebenso wie Dirk und Volker habe ich 1984 im Hüter Einkaufszentrum nach Schallplatten geschaut. Meine Eltern haben mich bei den Unterhaltungsmedien geparkt, solange sie in der Lebensmittelabteilung unterwegs waren. Eine Band namens The Smiths kam mir da nicht unter. Wahrscheinlich, weil ich mich zu lange bei Nena aufhielt.
9 Punkte
Axel:
This album has opened my eyes.
9 Punkte
Torsten:
Copy & Paste zum Debütalbum-Text… immer noch musikalische Umnachtung und kein Smiths-Song schaffte es in meinen Gehörgang. Tja, these things take time!
8,5 Punkte
Volker:
Siehe oben. Ähnlicher Weg, nur, dass mir dieses Album respektive diese Compilation von Anfang an einen Tacken besser gefallen hat.
8 Punkte
Gesamturteil: 8,600 Punkte
"Meat Is Murder"
1985, Rough Trade Records (9 Songs, 39:46 Minuten)
Dirk:
Als "Meat Is Murder" veröffentlicht wurde, war ich immer noch 13 Jahre alt. Meine Lieblingslieder waren damals "I Want To Know What Love is" (Foreigner), "Shout" (Tears For Fears) oder "You Spin Me Round (Like A Record)" (Dead Or Alive). In meinen Plattenstapel hatten es bis dahin schon "Welcome To The Pleasuredome" (Frankie Goes To Hollywood), "Like A Virgin" (Madonna) und "Arena" (Duran Duran) geschafft.
Daher bekam ich wohl auch nicht mit, dass The Smiths mit "Meat Is Murder" ihr einziges reguläres Nummer Eins-Album gelang. "Born In The USA" wurde im UK von der Spitze der Charts gestoßen.
Obwohl “How Soon Is Now?” und “Meat Is Murder” hier herausragen, ist dies für mich das schwächste unter ausschließlich tollen Alben von The Smiths.
8 Punkte
Ingo:
Würde ich “How soon is now?” diesem Album zurechnen, gäbe es mehr Punkte.
7 Punkte
Oliver:
Ebenso wie für Dirk ist “Meat Is Murder” auch für mich das schwächste The Smiths-Album. Wobei das natürlich Jammern auf hohem Niveau ist.
8,5 Punkte
Axel:
Good music begins at home.
8,5 Punkte
Torsten:
1985 bog ich musikalisch ganz langsam auf die richtige Spur. Aber dennoch: keine Smiths. Heute läuft die Platte nicht ganz so oft wie die anderen.
7,5 Punkte
Volker:
Mein zweites Album von The Smiths, mein erster Nachkauf damals und zumindest im Gegensatz zu den anderen beiden Alben zeitnah in den 80ern erstanden. Ach ja und meine erste leichte Enttäuschung. Klar, “That Joke Isn’t Funny Anymore” und “Meat Is Murder” sind toll, aber der Rest…hmm. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich die Produktion ganz ganz grottig finde. Wenn also jemand eine gut klingende Ausgabe des Albums empfehlen kann, versuche ich es vielleicht noch mal.
7 Punkte
Gesamturteil: 7,750 Punkte
"The Queen Is Dead"
1986, Rough Trade Records (10 Songs, 36:48 Minuten)
Dirk:
Als "The Queen Is Dead" veröffentlicht wurde, war ich 15 Jahre alt. Meine Lieblingslieder waren damals "Hunting High And Low" (a-ha), "Sledgehammer" (Peter Gabriel) oder "Happy Hour" (The Housemartins). In meine Plattensammlung hatte es kurz vorher "So" (Peter Gabriel) geschafft.
Damals bekam ich erstmals etwas von The Smiths mit: Auf HR3 lief früher am Donnerstagabend die Sendung "Hitparade International", die ich regelmäßig hörte und auf Kassette aufnahm. Entweder wurde dort die Single "The Boy With The Thorn In His Side" oder "Bigmouth Strikes Again" als Neueinsteiger in die UK Top 30 gespielt, die der Moderator, wohlmöglich Frank Laufenberg, lobte, aber auch fragte, warum sie eigentlich jemanden singen lassen würden, der dazu offensichtlich überhaupt keine Lust habe. Sowohl die Abmoderation als auch The Smiths hatten sich in meiner Erinnerung festgesetzt.
Ich erinnere mich noch, dass damals das Taschengeld nicht ausreichte, um alle interessanten LPs kaufen zu können, daher sprach ich mich oft mit Volker ab, so dass sich jeder eine LP kaufte und dem anderen auf Kassette aufnahm. Was für ein großartiger Einkauf war das damals bei ELPI in Koblenz, als ich mit den beiden grünen Covern von "London 0 Hull 4" (The Housemartins für mich) und "The Queen Is Dead" (die ich für Volker kaufen sollte) zum Tresen ging. Zugegeben, Volker hatte hier den etwas noch besseren Griff getätigt.
10 Punkte
Ingo:
Ich höre schon Axel: “So, weil du diesem Album nicht 10 Punkte gegeben hast, mag dich Dirk nicht mehr und du darfst nicht mehr zu den Wohnzimmer-Konzerten kommen.” ;-)
Axel, für 10 von 10 Punkten müssen mich mindestens die Hälfte der Songs packen und es dürfen keine Ausfälle darauf sein. “Frankly, Mr. Shankly” ist für mich ähnlich speziell wie das “Yellow submarine”-Gestampfe, “I know it’s over” ist mir zu “croonig”, “Vicar in a Tutu” ist mir zu viel Jangle Pop. “There is a light that never goes out” ist ein guter Song, “Some girls are better than others” und “Bigmouth strikes again” gefallen mir auch. Die Aura der Band, welche die älteren Richter hier offensichtlich erfasst hat, ging spurlos an mir vorüber. Seit Jahrzehnten. Morrissey muss mir heute nicht peinlich sein, etwas befremdlich fand ich seine zweifellos prägende Stimme schon immer.
Und Oliver, da du Thomas Kischwitz und Werner Reinke erwähnst: Waren das die Vorgänger von Dieter Thomas Heck? An den kann ich mich dunkel erinnern. ;-)
8 Punkte
Oliver:
Ebenso wie bei Dirk lief 1986 bei mir viel HR3. Wenn wir jetzt in einer gemütlichen Runde auf Volkers Sofa sitzen würden, hätte ich mein Geld auf Thomas Koschwitz als Moderator der “Hitparade International” gesetzt. Ingo hätte sich gefragt, worüber wir da sprechen und schließlich Werner Reinke ergoogelt. Aber apropos Volker: Von “The Queen Is Dead” hat er mir damals glücklicherweise eine Sicherheitskopie auf Kassette gezogen*, sodass ich auch in den Genuss des Albums kam (das “Taschengeldproblem” …).
*Und nicht nur davon …
9,5 Punkte
Axel:
There is an album that never goes out.
10 Punkte
Torsten:
Endlich: Irgendwie stolperte ich damals über “Bigmouth strikes again”, das es auf ein Mixtape geschafft hatte, ohne dass ich aber weitere Smiths-Songs mein Eigen hätte nennen können. Schade eigentlich, denn das Album hätte weitere Mixtape-Kandidaten zu bieten!
10 Punkte
Volker:
So, da sind wir wieder im Hüter Einkaufszentrum und bei einer falschen Erinnerung von Dirk. Denn es ist eine dieser hoch memorablen nostalgischen Erinnerungen, als ich damals, ebenfalls immer bei den Schallplatten landend während meine Eltern einkaufen waren, dieses unfassbar faszinierende grüne Cover in vorderster Reihe des Vinyl Regals (die Vorderseite waren Alben, die Rückseite Singles) sah. Ich kannte zwar die von Dirk erwähnte und geschätzte Radiosendung, aber ich kannte nichts von The Smiths. Ich wusste aber sofort, dass ich dieses Album haben musste. Gott sei Dank konnte ich meine Eltern in der Hinsicht immer gut rum kriegen. Zuhause sofort aufgelegt, der Titelsong beginnt und meine Musikwelt war eine andere (kein Wunder, dass das nach gekaufte Vorgängeralbum da nur abstinken konnte). Manchmal muss man halt doch nach Covern kaufen.
10 Punkte
Gesamturteil: 9,583 Punkte
"The World Won't Listen"
1987, Rough Trade Records (17 Songs, 52:24 Minuten)
Dirk:
Als "The World Won't Listen" veröffentlicht wurde, war ich immer noch 15 Jahre alt und gehörte zu dem Teil der Welt, der The Smiths hörte. Meine Lieblingslieder waren damals "Manhattan Skyline" (a-ha), "Shoplifters Of The World Unite" (The Smiths) oder "Caravan Of Love" (The Housemartins). In meine Plattensammlung hatten es kurz vorher "Infected" (The The) und "God's Own Medicine" (The Mission) geschafft.
The Smiths kamen nach ihrem dritten Studioalbum bereits mit der zweiten Compilation daher, so dass man als Nicht-Single-Käufer auch in den Genuss von "Shakespeare's Sister", "Panic", "Ask" und "Shoplifters Of The World Unite" sowie zahlreicher B-Seiten kam. Auf die wenigen Dopplungen mit "The Queen Is Dead" hätte man auch gut verzichten können. Erstaunlicherweise wurde für den US-Markt nach sehr ähnlichem Konzept ein Doppel-Album namens "Louder Than Bombs" zusammengestellt, das die gleiche Wertung verdient und sich aufgrund von "Sheila Take A Bow", "Is It Really So Strange?" oder "Please Please Please Let me Get What I Want" nicht weniger lohnt. Schon erstaunlich, welche Songs The Smiths auf ihre B-Seiten packten!
9 Punkte
Ingo:
“Für Fans”, nicht für mich.
- Punkte
Oliver:
Ebenso wie Dirk bin ich über das Ausmaß an tollen B-Seiten von The Smiths erstaunt. In mein Regal hat sich dann später allerdings statt der “The World Won’t Listen” die “Louder Than Bombs” gemogelt.
9 Punkte
Axel:
Golden album.
9 Punkte
Torsten:
“Panic” war der zweite Smiths-Song, der meinem Teenager-Ich zu Ohren kam und auf einem Mixtape landete. Aber nach wie vor kannte ich kein vollständiges Album.
9,5 Punkte
Volker:
Ja, es ist “nur” eine Compilation, aber was für eine. Natürlich nicht so in sich geschlossen wie “The Queen Is Dead”, aber mit Hits Hits Hits. Mehr Pop waren The Smiths nie.
9,5 Punkte
Gesamturteil: 9,200 Punkte
"Strangeways, Here We Come"
1987, Rough Trade Records (10 Songs, 36:37 Minuten)
Dirk:
Als "Strangeways, Here We Come" veröffentlicht wurde, war ich 16 Jahre alt. Meine Lieblingslieder waren damals "This Corrosion" (The Sisters Of Mercy), "Wonderful Life" (Black), "Me And The Farmer" (The Housemartins) oder "What Have I Done To Deserve This?" (Pet Shop Boys). Meine Plattensammlung wuchs zusehends und so hatten es "Actually" (Pet Shop Boys), "The People Who Grinned Themselves To Death" (The Housemartins), "Wonderful Life" (Black) sowie "Substance" (New Order) und "Darklands" (The Jesus And Mary Chain) geschafft. Gerade die letzten beiden Alben, die ich gleichzeitig bei Steve's Musikladen in Montabaur kaufte, sorgten dafür, dass mich der Ladenbesitzer fragte: "Dirk, was ist denn mit dir los?"
Diese Frage hätte ich auch gern an The Smiths gerichtet, denn diese hatten sich einige Monate zuvor getrennt. "Strangeways, Here We Come" war im Sound experimenteller
als seine Vorgänger und bis auf "Paint a Vulgar Picture"und "Death At One's Elbow" wieder einmal großartig geraten.
9 Punkte
Ingo:
Muss ich nicht nochmal hören.
7 Punkte
Oliver:
Ebenso wie Volker (und ganz im Gegensatz zu Dirk) bin ich großer Fan von “Paint A Vulgar Picture”. Und dem ganzen Rest.
9 Punkte
Axel:
I won’t share it.
8,5 Punkte
Torsten:
Endlich. 1987 landete das erste Smiths-Album als Kassettenaufnahme in meinen Händen und bohrte sich in meine Gehörgänge. Vielleicht ist es daher bis heute eins meiner liebsten Smiths-Alben. Dass die Leute um Morrissey und Marr längst getrennte Wege gingen, war mir da noch nicht bewusst.
10 Punkte
Volker:
Dirk, jetzt sind wir tatsächlich beim ELPI in Koblenz, also zumindest ich.
Das Ende der Smiths vorm letzten Album machte aus dieser Veröffentlichung ein kleines Trauerspiel. Man konnte sich noch mal an Marrs Gitarre erfreuen und dieser wunderbaren Stimme zuhören (es sollte ja zum Glück nicht allzu lange dauern bis man die Stimme Solo wiederhören sollte), wobei nicht alles zündete. Wieso Dirk allerdings da nahezu beste Stück der Platte “Paint A Vulgar Picture” auf der Nietenseite verortet hat, bleibt eins der großen Mysterien um diese Band.
Wann kommt die Alphaville Revision? Da hätte ich auch noch ne Hüter Einkaufszentrum Geschichte…
8,5 Punkte
Gesamturteil: 8,667 Punkte







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