The Blue Herons - Demon Slayer


Auf den Schweizer Designer und Musiker Andy Jossi wurde ich erstmals mit der Compilation „Heart & Soul“ (2020) seines Projektes The Churchhill Garden aufmerksam. Das großartige Octopoden-Artwork war ein stilistischer Rückgriff auf das Album „Shady Ways Anticlockwise“ der tschechischen Shoegaze-Band The Naked Souls, das er Jahre zuvor gestaltet hatte. Mehr als eine weitere EP sollte es von den Tschechen leider nicht geben. Aber letztes Jahr wurden beide Veröffentlichungen auf der Vinyl-Zusammenstellung „Reverb From The Depths“ vereint, das Cover gestaltete natürlich wieder Jossi und dieser ließ  passend zum Titel einen Wal aus den Tiefen empor steigen. 
Für „Matamorphosis“ (2023, Platz 3 bei Platten vor Gericht) von The Churchhill Garden wählte er prächtige, fast schon wissenschaftlich skizzierte, aber surreal verfremdete Käfer-Motive aus. Sein zweites Bandprojekt trägt den Namen The Blue Herons und selbstverständlich gehörte ein Reiher auf das Plattencover des Debüts „Go On“ (2024, #85).

Nun gibt es eine weitere Veröffentlichung von The Blue Herons. Andy Jossi bleibt seinem Tier-Faible treu und wählt für „Demon Slayer“ eine durch die Verfremdung dämonisch wirkende Sphynx-Katze aus. Passend zum dfarbenfrohen Artwork gibt es eine limitierte Auflage auf Citrine Marble Vinyl, die nur einen Malus hat, nämlich, dass „Turned To Stone“ und „Empty Spaces“ als Song #10 und #11 nur auf der CD enthalten sind.

„Janglepop-Herz, was willst du mehr?“, fragte ich bei der Vorstellung von „Go On“ und vielleicht dachte sich Jossi, dass die Trennschärfen zwischen Dreampop/Shoegaze und C86/Janglepop bzw. zwischen seinen Projekten The Churchhill Garden und Blue Herons noch etwas verschwommener sein könnten, wofür hier beispielsweise „Decay“ oder „My Way“ sorgen. Bester (von vielen tollen) Moment(en) auf „Demon Slayer“: Das Glockenspiel-Intermezzo im Titelsong. 
Das Album entstand als inspirierter transatlantischer Austausch zwischen Andy Jossi (Schweiz) und Gretchen DeVault (USA), die über verschiedene Zeitzonen hinweg Skizzen, Melodien und Ideen miteinander teilten. 


 


 




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