The Haunted Youth - Boys Cry Too


Der Albumtitel und das Plattencover lassen die Vermutung zu, dass Joachim Liebens einerseits ein Fan von The Cure ist und dass er andererseits im Verlauf der Entstehung seines zweiten Albums unter Liebeskummer und Trennungsschmerz litt.

Aufgrund der musikalischen Einflüsse von Robert Smith und der thematischen Auseinandersetzung mit psychischen Problemen und Depressionen sollte also klar sein, dass The Haunted Youth bei den vorliegenden 11 Songs, die Titel wie „Deathwish“, „Hurt“, „Falling To Peaces“ oder „Murder Me“ tragen, eher der dunklen Seite des Mondes zugetan sind. Joachim Liebens und seine Mitstreiter setzen auf schwelgerische Synthesizern, stark verhallte Gitarrenwänden und seinen melancholischem, oft verletzlichem Gesang. 

Freunde von Dream-Pop, Shoegaze und Psychedelc-Rock (oder von The Cure, DIIV, My Bloody Valentine und Slowdive) können sich darauf freuen, dass „Boys Cry Too“ (White Vinyl, Black Vinyl) stärker ist als das vor vier Jahren veröffentlichte „Dawn Of The Freak“, das mit 7,125 Punkten knapp unsere Top 100 verpasste. Das sollte sich diesmal ändern. Schon allein deshalb, damit der Junge nicht weinen muss.


Kein Wunder, dass Bands wie My Bloody Valentine hier Pate standen und als Inspiration genannt werden. Zarte, von den 80ies inspirierte Momente gibt es immer noch, zum Beispiel auf „Hurt“. Aber es dominieren die lauteren Augenblicke wie direkt im Anschluss zum Beispiel „Murder Me“. Die Songtitel wie „Death Wish“, „Falling To Pieces“ oder, ganz offensichtlich, „Emo Song“ verraten schon: Emo is not dead.


 


 




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