• Mogwai - Every Country’s Sun



















    Paul Savage und Andy Miller - Dave Fridmann - Dave Fridmann - Tony Doogan - Tony Doogan - Andy Miller - Paul Savage - Paul Savage. Das ist die Reihe der Produzenten, die mit Mogwai an ihren bisherigen acht Alben arbeiteten. Nun kommt die neunte Platte der Schotten in die Läden, exakt 16 Monate nach dem Soundtrack „Atomic“ (produziert von Tony Doogan), und an den Reglern saß - keine große Überraschung - wieder ein alter Bekannter: Dave Fridmann, mit dem sie auch schon für „Come On Die Young“ (1999) und „Rock Action“ (2001) zusammen arbeiteten.

    Was soll man dazu sagen? Mogwai haben offensichtlich nicht nur ihren Stil, sondern auch ihre Produzenten gefunden. Wird es aber dadurch langweilig mit Mogwai? Nö. Belege gefällig? Bitteschön:


    Einschneidendste Ruptur auf dieser schamanischen Reise durch die Seele des Postrock ist »Party In The Dark«, das mit einem für Mogwai-Verhältnisse völlig enthemmten Gesangsteil aufwartet.(intro)




    Seit der Jahrtausendwende haben sich die Schotten in ihrer Musik geöffnet. Sie halten dabei aber an genau den richtigen Bestandteilen ihrer Musik fest, und verleihen ihnen mit elektronischen Sounds, mit Synthies noch mehr Prägnanz.Die ruhigen Stücke wie AKA 47 überraschen, weil der erwartete Break ausbleibt. Stattdessen steigert sich das Album über mehrere Songs hinweg, wird brachialer und findet in harten Metalriffs den Höhepunkt – um danach wieder langsam zum Ende hin abzubauen.(flux.fm)




    Verzerrungen und Unschärfen im Sound geben dem ganzen Look zusätzliche Rockigkeit, selbst bei den keyboard- oder klavierlastigeren Parts saugt immer auch eine Gitarre Distortion statt Staub. Schwer wogen die "Brain Sweeties", krautig-motorisch kommt "Crossing the road material", verspult-ambientös, weil ohne Beats wirken die Rhodes-Sounds in "Aka 47". Bei "20 Size" setzen sie wie in ihren Anfängen herrlichst auf Gitarrennoise-only, "1000 Foot Face" agiert mit Chorgesang und Captain Future-Synthies zu tribal Drums im Universum, das formidable "Don´t belive the fife" beginnt sanft , um sich dann zu einem klassischen, breitbeinigen Riffgewitter zu entwickeln. Ziemlich brachial-sonic bis atonal gewürzt kommt auch das großartige " Battered at a Scramble" als Opener für den klanglichen Exorzismus am Albumende, der sich in dem Koloss von Titelstück phantastisch entlädt.(flight13)


    Vinal-Freunden sei das Boxset von „Every Country’s Sun“ ans Herz gelegt: CD, heavyweight white double vinyl, download coupon, limited edition 6 track 12" of album demos and signed 12x12 screenprints.

    Mogwai in Deutschland:
    14.10.17 Berlin - Columbiahalle
    16.10.17 Hamburg - Docks
    17.10.17 Köln - E-Werk
    02.11.17 Leipzig - Täubchenthal
    03.11.17 München - Backstage


  • 4 Kommentare:

    Ingo hat gesagt…

    Üblicherweise haben es Instrumental-Alben bei mir schwer. Außer, sie kommen von Mogwai. Dann bringt sogar stellenweise auftretender Gesang keinen Mehrwert. 7,5 Punkte

    Dirk hat gesagt…

    Ein wenig "business as usual", oder? 7 Punkte

    Olly Golightly hat gesagt…

    7 Punkte

    Jörg hat gesagt…

    Wieder in Topform! Besser als "Rave Tapes". Don't believe the Fife! 8 Punkte

    Die 10 besten Alben von Prince

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    8. 3121 (2006)
    7. 1999 (1982)
    6. The Gold Experience (1995)
    5. Dirty Mind (1980)
    4. Sign O' The Times (1987)
    3. Parade (1986)
    2. Purple Rain (1984)
    1. Around The World In A Day (1985)

    (ausgewählt von Volker)