Diego - Gold



"Falls nicht noch die Editors oder Interpol dieses Jahr mit einem Überraschungsalbum um die Ecke kommen sollten, kann man sich mit dem Debut der Band Diego aus äh... Karlsruhe Rock City sicher mehr als trösten", hieß es im Oktober 2008 an dieser Stelle, als Diegos Debut-Album "Two" vorgestellt wurde. Dieser Satz muss im Oktober 2010 um den Namen Interpol gekürzt werden, die dieses Jahr schon ein beeindruckendes Album abgeliefert haben.


"So, jetzt sorgen wir erst einmal dafür, dass Ihr Euch nicht mehr so furchtbar nach Interpol anhört" war Kurt Ebelhäusers (Blackmail, Scumbucket) erster Satz im Studio. Ebelhäuser hat das neue Album mitproduziert. Ob er seine Vorgabe umsetzen konnte?


Man legt "Gold" ein und schon der Opener "Grizzly Bear" ertönt mit einer solchen stimmlichen Wucht und Intensität, dass alles nebensächlich zu werden scheint - selbst der Fakt, dass es sich bei Diego tatsächlich um eine deutsche Band handelt. Mit "Gold" beweist der Fünfer nicht nur, das sie ihr Handwerk verstehen und beherrschen, sondern sie spielen sich gekonnt über die verschiedensten Genregrenzen, wie Indie, Pop, Wave oder Punk hinweg und vereinen diese mühelos zu blitzsauberen Melodien. Diego selbst sehen ihre Referenzen in Bands wie Joy Divison, Interpol oder den Editors - und das zu Recht, wie die Songs "Lucy" oder "King Of Castle" unter Beweis stellen. Verspielt, düster und leuchtend zugleich präsentieren sich "The Distance In Between Us" oder "She Is". (Motor FM)

"Gold" ist eine finstere Schönheit, ein Fest für Kopf, Herz und Körper. Von diesen Songs geht eine geradezu besessene Spannung und peitschende Dynamik aus. Aber "Gold" hat auch Drama, Eleganz und jenen Spirit, der mitten ins Herz trifft: Indie-Rock mit glühender Popmelancholie. Also Leute, lasst euch nicht einreden, dass nur Interpol das echte Ding sind. Hört verdammt noch mal diese Platte! (cdstarts.de)

"Abgesehen davon, dass Interpol oder Editors großartige Bands und hervorragende Referenzen sind, klingt die Stimme unseres Sängers nun mal, wie sie klingt, und das ist eben eine sehr wichtige Komponente unseres Sounds. Aber irgendwann hatte er [Kurt Ebelhäuser] das auch begriffen." (Diego-Schlagzeuger Christian Fluri)

"In einem Jahr ohne neues Editors-Album (und nur in solch einem Jahr) für die Plagiatoren 7 Punkte", meinte Dirk zu "Two". Ob Diego Dirk in einem Jahr ohne neuem Editors-Album wieder überzeugen können?



DIEGO - Grizzly Bear from thisisDIEGO on Vimeo.


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Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Können sie. "Gold" ist vielleicht noch besser als "Two".

Und wenn die Editors so weiter machen, muss ich ihr nächstes Album nicht unbedingt hören.

Anonym hat gesagt…

Und ob... "Gold" ist vielschichtiger & intensiver und nach mehrmaligem Hören kristallisieren sich jede Menge Hits heraus. Top-Album !

Ingo hat gesagt…

Solide 7 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

7,5 Punkte

aXel hat gesagt…

7.5

Dirk hat gesagt…

So ändern sich die Zeiten: Dieses Jahr sind Diego die besseren Interpol. Und von den Editors will man in ihrer letztjährigen Verfassung nichts mehr hören. Mindestens

8 Punkte

U. hat gesagt…

Langsam werden meine Punkte mehr: 8 Punkte.

Volker hat gesagt…

Ich hätte da gar keine Assoziationen zu Interpol oder Editors gehabt, eher irgendwas leicht Gothic angehauchtes aus den 80ern (mir fällt aber nicht ein was).
Leider hab ich mich durch die Koblenz-Connection der Band (uhhh Blackmail) viel zu lange vom Hören abschrecken lassen.
Jetzt kommen meine 8 Punkte (vielleicht sogar 8,5) zu spät, um noch etwas zu reißen. Ähnliches wird wahrscheinlich dann auch für Glasser gelten....

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