Tunng - ...And Then We Saw Land


















Ich freu' mich so hart! Nicht, weil Lena Meyer-Landrut die erste ist, die in Deutschland gleichzeitig 3 Songs in den Top 5 platzieren konnte, sondern weil vor einiger Zeit der Postbote gleichzeitig 3 Alben in meinem Briefkasten platzieren konnte, von denen ich mir sehr viel erwartet hatte.
Aber der Reihe nach...

Bei Tunng hat sich aufgrund des Ausstiegs von Gründungsmitglied Sam Genders einiges getan. Mike Lindsay, der „...And Then We Saw Land“ auch produziert hat, bezog die übrigen Mitglieder des Kollektivs vermehrt ins Songwriting mit ein, vor allem Ben Brickerton und Betty Jacobs, die zudem viele Gesangparts übernommen hat. Zudem setzte man im Studio verstärkt auf analoge Instrumente und reduzierte die elektronischen Spielereien, die Tunng zu einer der Speerspitzen der Folktronica-Bewegung werden ließen, deutlich.
Veränderungen, mit denen ich mich anfangs ein wenig schwer tat, aber die Qualitäten der einzelnen Songs überzeugen einfach: „Hustle“ und „It Breaks“, die deutlich Rhythmus orientierter sind als früher Stücke von Tunng und sich dabei dauerhaft im Gehörgang festsetzen können, „Don’t Look Down Or Back“, das mit ungewohnt verzerrten Gitarren und dem Einsatz des Mega Choirs, einer Ansammlung von 15 singfreudigen Kumpels, erfreut, „With Whiskey“, das mit seinen gezupften Gitarren und dem Harmoniegesang purer Folk ist...
So ließen sich - mit Ausnahme des überflüssigen Instrumentals „By Dusk They Were In The City“ und der albernen Keyboards in „Santiago“ - beliebig lang die Vorzüge der einzelnen Songs herunterbeten und jeder, der sich „...And Then We Saw Land“ anhört, könnte sicherlich weitere hinzufügen.

That changes might be afoot in the world of Tunng is apparent from Hustle, the opening track of … And Then We Saw Land. Hustle shoots out of the traps, a pop melody borne along on upper-¬register piano notes, acoustic ¬guitars and banjos, the slight, breathy voices of Mike Lindsay and Becky Jacobs blending in a way that is wistful and charming rather than wimpy and indefinite. It's a fine start to Tunng's fourth album, and one they build on. They haven't suddenly become a pop band – It Breaks, October and These Wind employ ¬melodies from the English folk tradition – but there's a real oomph and purpose here that, perhaps, Tunng never quite managed before. Those who feel it all sounds uncomfortably commercial should rest assured: this is a step ¬forward, and closer Weekend Away ¬offers a multi-sectioned eight minute track that will appeal to anyone for whom a whistleable chorus is an object of suspicion.
(guardian.co.uk)





„Hustle“ Video


Tunng live:
19.04.10 Heidelberg, Karlstorbahnhof
22.04.10 Köln, Gebäude 9
23.04.10 Berlin, Festsaal
26.04.10 Hamburg, Knust

Kommentare:

Ingo hat gesagt…

Ein tolles Album. Ich weiß gar nicht, warum ich die Band in der Vergangenheit ignorierte. 8 Punkte

Volker hat gesagt…

Weil das Album deutlich besser ist als das Letzte (und mir rückblickend sogar besser gefällt als unser damaliger Jahressieger)

7,5

noplace hat gesagt…

toller opener, insgesamt aber nicht überzeugend.

6 Punkte

Dirk hat gesagt…

Nicht ganz so überzeugend wie die Alben zuvor, dennoch

8 Punkte

aXel hat gesagt…

7.5

Olly Golightly hat gesagt…

Doch, wieder besser als der Vorgänger... 7,5 Punkte

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