Samstag, 26. Mai 2012

Soulsavers - The Light The Dead See



























Nachdem auf ihren ersten drei Alben bereits zahlreiche Künstler, wie Mark Lanegan, Mike Patton, Jason Pierce oder Richard Hawley, den Soulsavers ihre Stimmen liehen, konnten Rich Machin und Ian Glover nun Dave Gahan für diese Aufgabe gewinnen. Der Depeche Mode-Sänger lernte das Duo während der "Tour Of The Universe" 2009 kennen und übernahm für "The Light The Dead See" den Gesang und das Texten gleich mit. 

Elektro-Pop-Fans werden enttäuscht sein, denn dieses Album klingt nach Italo-Western-Soundtrack, ist in schwelgende Streicher gebettet, zitiert Country, Blues, Soul sowie schwermütigen Southern-Rock, lässt die Mundharmonika eben so erklingen wie Mariachi-Bläser oder Gospel-Chöre - und ist damit besser als Dave Gahans bisherige Solo-Alben. Möchte man unbedingt Parallelen zu Depeche Mode suchen, dann findet man diese noch am ehesten auf "Songs Of Faith And Devotion".
Da sich Martin Gore derzeit zusammen mit Vince Clarke beim Techno austobt, darf man gespannt sein, wie sie auf dem nächsten Depeche Mode Album wieder einen Mittelweg finden werden/wollen...

Hier kann man derzeit das komplette Album anhören.



Soulsavers stammen aus dem elektronischen Kosmos, haben mit der Zeit aber immer mehr analoge und Rock-Einflüsse zugelassen und mit verschiedenen Sängern gearbeitet. Das hat dazu geführt, dass sich ihre Alben zerstückelt anhörten. Das ist hier ganz und gar nicht der Fall. Was natürlich an Gahan liegt. Er singt die Stücke nicht einfach, er behandelt sie wie eine Therapiesitzung. „Why don’t you heal me, I am lost here“, beklagt er sich. In „Presence Of God“ nimmt er trotzig Stellung gegen die Religion ein. Sie könne ihn nicht zerbrechen, durchschütteln oder anlocken. Kurz darauf hört sich alles schon wieder versöhnlicher an: „You gave me more than I deserve, you gave me peace.“ Gahan auf der Achterbahn der Gefühle. Und die beiden Soulsavers? Bringen den Vortrag ihres Gastes voll zur Geltung. Der Morricone-Einstieg, die Orgeln und Gospelchöre, die Streicher und Mundharmonika-Parts – das ist mitreißend und eine Wiederholung wert.
(Musikexpress)


5 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

Ich bin hin- und hergerissen: Unnötig langweilig oder unnötig weil langweilig. 5,5 Punkte

Volker hat gesagt…

Ich freue mich immer, wenn ich Daves Stimme höre.

7 Punkte

Dirk hat gesagt…

Auch wenn, abgesehen vom Gesang, die musikalischen Parallelen gering sind, so muss ich sagen, dass man für ein ähnlich gutes Depeche Mode Album annähernd 20 Jahre zurück gehen muss.

8,5 Punkte

aXel hat gesagt…

7 Punkte

U. hat gesagt…

9 Punkte.