Dienstag, 26. Januar 2016

Mystery Jets - Curve Of The World


























Mystery Jets - war das nicht die Band, in der Vater und Sohn gemeinsam musizierten? Wikipedia bestätigt die Vermutung, dass neben Blaine Harrison (Gesang, Gitarre, Keyboard), dem Kopf der Band, auch sein Vater Henry (Keyboard, Gitarre) weiterhin zum erweiterten Lineup zählt, auch wenn auf aktuellen Fotos der Mystery Jets stets nur Kapil Trivedi (Schlagzeug), William Rees (Gitarre, Gesang) und Jack Flanagan (Bass) zu sehen sind. 

Die Mystery Jets haben bereits zahlreiche Wechsel (der Bandbesetzung, der Plattenlabel, der stilistischen Ausrichtung) hinter sich und nach ihrem Debüt "Making Dens" (2006) noch vier weitere Alben veröffentlicht, die zumindest in ihrer englischen Heimat jeweils in der Nähe von Platz 40 charteten. 

Ihr aktuelles Album (9 Songs in 49 Minuten) trägt den Titel "Curve Of The Earth" und ist eine Abkehr von den Americana-Klängen des Vorgängers "Radlands" (2012). Mehr als 3 Jahre werkelte Blaine Harrison mit seinen Kollegen am psychedelischen Retro-Rock, der Gitarren und Synthesizer eben so zu vereinen sucht, wie die Einflüsse neuerer (Muse, Radiohead) und älterer Helden (ELO, Pink Floyd (nicht nur wegen der Ähnlichkeiten zum "Dark Side Of The Moon"-Cover)). Als Dank gab es von den englischen Fans mit Rang 30 die höchste Chartplatzierung in der Geschichte der Mystery Jets. 


Jetzt folgt mit „Curve Of The Earth“ so etwas wie das letzte Aufbäumen und eine Rückbesinnung auf alte Tugenden: schnörkelloser, purer Gitarrenpop. Meine erste Begegnung mit diesem Album war der Opener „Telomere“. Ein wundervoller Song, bei welchem Blaine Harrison ein wenig nach Matthew Bellamy von Muse klingt, während die Instrumentierung an Radiohead erinnert.

Ich war entsprechend gespannt auf Das Album und gleich nach dem ersten Durchlauf enttäuscht. Schwer zu fassen war das, was ich da hörte. Irgendwie rutschten die Songs einfach so durch, ohne dabei einen roten Faden auszulegen. Aber durch Zufall lief „Curve of The Earth“ immer wieder von vorne, und irgendwann merkte ich, wie mich die Songs immer mehr in ihren Bann zogen.

Seltsamerweise kann ich gar nicht genau sagen, warum mich dieses Album fesselt. Von den bereits erwähnten Radiohead über MGMT („Bubblegum“) bis hin zu Pink Floyd („Saturmine“ und die Covergestaltung) plündern die Mystery Jets ihre Plattenkisten. Aber: mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen um die eigenen Irrwege schaffen sie es, uns ein faszinierendes Album zu präsentieren.

Auch auf ihrem fünften Album erwartet dich kein Feuerwerk an Hits, und es gibt den einen oder anderen Durchhänger; aber ich habe das Gefühl, dass die Mystery Jets hier ganz bei sich sind. Und das gefällt mir.
(Nicorola)


Man hat das Gefühl es würde sich hier gleich um mehrere Künstler handeln, die sich an unterschiedlichen Stilen versuchen. Etwa einer atmosphärischen Radiohead-Hommage im Opener „Telomere“, einem kantigen Stück Funk-Rock in „Midnight’s Mirror“ oder einem Tribut an die psychedelischen Beach Boys in „Taken By The Tide“.

Was Ausdruck einer gewissen Zerrissenheit ist – aber leider (im negativen Sinne) noch von diversen weinerlichen Balladen zum Klavier bzw. zur akustischen Gitarre übertrumpft wird. Somit ist CURVE OF THE EARTH ein Werk, das niemanden weiter bringt. Am wenigsten die Band.
(musikexpress)






Stirring opener ‘Telomere’ sees frontman Blaine Harrison rivalling Matt Bellamy with his profound musings. Singing of an oppressive, opposing force in a style reminiscent of the Muse leader, he chillingly describes “the people walking down below, crawling home alone like spiders as the cancer slowly starts to grow”. It makes for a bold statement of intent; it’s indicative of the grand scale on which the band are now operating.

Back in 2010, calling their third album ‘Serotonin’ could have had its risks if it hadn’t been for the Londoners’ abilities to induce blissfully high-levels of euphoria with their music. That’s a magic that has endured five years on. ‘Blood Red Balloon’ inflates slowly before it takes flight in its final gigantic form. The romantic, piano-led ‘1985’ also grows into something stadium-sized. “Be the change you want to see in the world because it belongs to us,” Harrison cries over wailing guitars that nod to the band’s self-professed love for Pink Floyd. In fact, echoes of David Gilmour can be heard throughout the album. The glorious ‘Saturnine’ – in which Harrison warns that “to be famous and thin is the greatest goal of the age we’re living in” - even features a particularly Floyd-esque guitar solo.

Elsewhere, the band’s new bassist Jack Flanagan helps to craft the album’s most irresistibly enticing and lazy groove, which provides some comfort to ‘Midnight’s Mirror’, a track during which Harrison laments lost friendships. The band bow-out in appropriate style with a powerful reflection on coming-of-age with ‘The End Up’ proving this album to be an incredibly accomplished effort from a band who have truly found their feet.
(DIY)


3 Kommentare:

Volker hat gesagt…

Ich fand die Americana Anleihen des letzten Albums super. Das hier ist wieder so larifari.

6

Olly Golightly hat gesagt…

6,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Am spannendsten, wenn sie nach Radiohead klingen. 6,5 Punkte